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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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große Ziel endlich erreicht. Der glückliche Entdeckerwurde nach der Heimkehr vom König in den Adelsstanderhoben und samt der Mannschaft reich beschenkt. Aberdie Portugiesen mußten sich die Frucht ihrer mit so vielMut und Ausdauer betriebenen Entdeckungsfahrten mitden Waffen in der Hand erkämpfen. Die Mohammedaneraus Westasien und Ägypten, die bis dahin so reichen Ge-winn aus dem Zwischenhandel zwischen Indien undEuropa gezogen hatten, sahen mit scheelem Auge auf dieAnkunft der abendländischen Fremdlinge in den indischenHäfen und wußten Herrscher und Volk daselbst gegensie einzunehmen. Schon Gama hatte alle Umsicht ge-braucht, um den feindlichen Nachstellungen zu entgehen,und seinen Nachfolgern ging es nicht besser. Infolge-dessen setzten sich die Portugiesen mit Gewalt in Indienfest. In heldenmütigen Kämpfen vernichteten sie diefeindlichen Flotten und eroberten die wichtigsten Küsten-plätze. So wurden sie die unbestrittenen Gebieter aufdem Indischen Ozean, und König Emumiel durfte sichohne Übertreibung „Herr des Handels von Indien undÄthiopien“ (Afrika) nennen.

§ 37. Die Entdeckung Amerikas.

1. Christof Columbus. — Noch war das Süd-ende Afrikas nicht entdeckt, als beim König von Portugaleines Tages ein hochgewachsener Italiener mit läng-lichem sommersprossigem Antlitz, hellblauen Augen undehemals rötlichen, jetzt aber schon ergrauten Haaren er-schien und sich anerbot, den so mühsam um Afrika her-um gesuchten Seeweg nach Indien auf andere Weise miteinem Schlage aufzufinden. Es war Christof C o 1 u m-b u s, dessen Ruhm denjenigen aller andern Entdeckerweit überstrahlen sollte. Der Sohn eines Tuchwebers inGenua, hatte er sich seit dem 14. Jahre dem Seemanns-berufe gewidmet und keine Fahrt war ihm zu weit ge-wesen. Wie manche andere seiner Landsleute hatte er