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sic mit ihm in ernstliche Unterhandlungen treten. Nochdrohten diese an den großen Forderungen des Columbuszu scheitern; denn er verlangte für sich und seine Nach-kommen nichts Geringeres als die Erhebung in den Adels-stand, die Würde eines Admirals und diejenige eines Vize-königs in den neu entdeckten Ländern, sowie den Zehntender königlichen Einkünfte aus denselben. Auf das Zu-reden einsichtiger Männer entschloß sich Isabella, ihmalles zu gewähren. Weil der Kronschatz leer war, wolltedie hochherzige Königin sogar ihre Juwelen verpfänden;aber der Schatzmeister Sant Angel streckte das zurAusrüstung nötige Geld aus seinem Vermögen vor.
2. C o 1 u m bus entdeckt Amerika (12. Oktober1492). — Am 3. August 1492 verließ Columbus mit dreikleinen Schiffen und 120 Mann den Hafen der Stadt Pa-1 o s in Südspanien. Er befehligte das größte, die SantaMaria, die beiden andern, Pinta und Nina, die in derMitte nicht einmal ein Verdeck hatten, standen unter denzwei Brüdern Pinzon, reichen Schiffern aus Palos, diesich mit Eifer dem Unternehmen angeschlossen hatten.Zuerst fuhr Columbus nach den Kanarischen Inseln, umvon da aus genau westlich nach den indischen Seehäfenzu steuern. Am 6. September ging es in das unbekannteWeltmeer hinaus. Ein günstiger Wind schwellte fort-während die Segel. Unermüdlich stand der Admiral aufHeck, das Senkblei und andere Beobachtungsinstrumentcin der Hand, und noch heute erwecken seine scharf-sinnigen Beobachtungen, die er in einem Tagebuch auf-zeichnete, die Bewunderung der Naturforscher. Mehr alseinen Monat fuhr man in gerader Richtung vorwärts.Kein Land, keine Insel wollte sich zeigen; schon fing dieMannschaft an zu murren und laute Drohungen gegenden fremden Führer auszustoßen. Aber Columbus ließsich nicht irre machen und fand an den Brüdern Pinzoneine feste Stütze. Endlich fischte man eine mit frischenBeeren besetzte Rute und andere sichere Anzeichen vomnahen Lande aus dem Wasser. Die größte Aufregung
August
1492