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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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misch war die Rückreise. Einmal brach ein solcher Orkanlos, daß Columbus an der Rettung verzweifelte. Um den-noch wo möglich Nachricht von seiner Entdeckung nachEuropa gelangen zu lassen, ließ er einen auf Pergamentgeschriebenen Bericht, in ein wasserdichtes Kistchen ver-packt, über Bord werfen, in der Hoffnung, daß die Wellenes irgendwo ans Ufer tragen würden. Ein letztes Un-wetter trieb ihn zur Landung in Portugal, dessen Königihn vor sich kommen ließ und trotz des Verdrusses, dener empfinden mußte, freundlich empfing. Endlich landeteColumbus wieder in Palos, von einer jubelnden Mengebegrüßt. Da der Hof sich am andern Ende der Halb-insel, in Barcelona auf hielt, so mußte Columbus ganzSpanien durchziehen, und überall strömte das Volk zu-sammen, um den glorreichen Entdecker mit seinen ge-rauhten Indianern, Papageien und andern Seltsamkeitenanzustaunen. In Barcelona wurde er von Ferdinand undIsabella mit den höchsten Ehren empfangen und schil-derte mit begeisterten Worten den Reichtum, die Schön-heit und Fruchtbarkeit des Landes, das er aufgefunden.Das Königspaar trug Sorge, sich dieses vom Herrn derWelt, vom Papste schenken zu lassen. Da auch diePortugiesen sich auf ähnliche Weise ihrer Entdeckungenzu versichern suchten, so spaltete der Papst den Erdballdurch eine von Nord nach Süd gezogene Scheidelinie, wieeinen Apfel, in zwei Hälften und wies die östliche denPortugiesen, die westliche den Spaniern zu.

3. Columbus entdeckt das Festland vonSüdamerika (1498). — Nicht lange, so stand eine großeFlotte von 17 Schiffen zur zweiten Reise des Columbusnach dem vermeintlichen Indien bereit. Über tausendAuswanderungslustige, die dort ihr Glück machen wollten,begleiteten ihn. Samen von Getreide, Zuckerrohr undanderen Gewächsen, Rosse, Schafe, Horn- und Borsten-vieh und leider auch zur Menschenjagd abgerichtete Blut-hunde wurden mitgenommen, um der neuen Welt die Ge-schenke der alten zu bringen. Alles schwelgte in der Hoff-