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die Anhänger Luthers stark genug, um diesen Beschlüssenoffen Trotz zu bieten. Sie erließen eine feierliche P röte-st a t i o n (Verwahrung) dagegen, weil der Reichstagnicht das Recht habe, in Glaubenssachen mit Stimmen-mehrheit zu entscheiden. Seitdem hießen die Anhänger derReformation Protestanten. Rabl kam der Kaiser selbernach Deutschland und versammelte einen neuen Reichs-
1530 tag zu A u g s b u r g. Die Protestanten legten ihm ein vonMelanchtlion verfaßtes ausführliches Glaubensbekenntnisvor, die sogenannte Augsburger Konfession, umzu beweisen, daß sie gute Christen seien. Karl V. sahjedoch nach wie vor in ihnen nur eine vom wahren Glau-ben abgefallene Sekte, und da er sie nicht durch Unter-handlungen zur Rückkehr in den Schoß der alten Kirchebringen konnte, so drohte er ihnen mit Gewalt. Schonschlossen die protestantischen Pürsten und Städte in derStadt Schmalkalden am Thüringer Wald einenB u n d, um ihren Glauben mit vereinten Kräften zu ver-teidigen. Doch kam es noch nicht zu dem gefürchtetenReligionskrieg. Neue Gefahren, die von den Türkendrohten, bewogen den Kaiser, mildere Saiten anfzuziehenund den Protestanten für so lange Frieden zu gewähren,bis ein allgemeines Konzil zusammentrete.
3. Der schmalkaldische Krieg (1546/47). —Bald brach auch der Krieg mit Frankreich wieder aus,und Karl V. mußte während desselben lange ruhig Zu-sehen, wie die Protestanten im Reiche immer größere
1544 Fortschritte machten. Erst als im Jahre 1544 der Friedemit Franz I. zustande kam, konnte er daran denken, mitihnen abzurechnen. Auch er war der Ansicht, daß dieKirche etwelcher Reformen bedürfe. Diese sollten abervon einem Konzil vorgenommen werden, das er imVerein mit dem Papste nach seinem Willen zu lenkengedachte. In der Tat berief der Papst auf sein Drängen
1545 eine solche Kirchenversammlung naeli Trient imWelschtirol. Karl V. verlangte nun von den Protestanten,daß sie sich den Entscheidungen des Konzils zum voraus