Glaubens“ eintrug. Bald geriet jedoeli der König überden Papst selber in heftigen Zorn, weil ihn dieser nichtvon seiner Gemahlin scheiden wollte und ihn hinderte,eine andere, die ihm besser gefiel, zu heiraten. Heinrichtrennte daher seine Ehe aus eigener Macht und riß die1530 englische Kirche von Koni los, indem er sich zu ihremalleinigen Oberhaupte erklärte. Auch hob er die Klösterauf, nach deren Reichtiimern er lüstern war. Aber beialledem wollte er als Katholik gelten und verfolgte dieAnhänger Luthers und Calvins, wie die des Papstes mitHenkerbeil und Scheiterhaufen. Erst unter seinem SohneEduard VI. erlangten die eigentlichen Protestanten dieOberhand. Aber dieser starb nach kurzer Regierung. Anseine Stelle trat seine Schwester M aria, Heinrichs VIII.Tochter aus erster Ehe, eine eifrige Katholikin. Diese hattenichts Eiligeres zu tun, als den Papst für die Ketzereienihres Vaters und Bruders um Verzeihung zu bitten, undverhängte über die Protestanten eine fürchterliche Ver-folgung. Hunderte starben als Märtyrer in den Flammen,darunter selbst Frauen und Kinder. Aber gerade dieseFeuertaufe gewann die Masse des englischen Volkes erstrecht der neuen Lehre und erfüllte sie mit unaustilgbaremAlischeu gegen Rom. Nur der Tod Marias verhinderteeinen allgemeinen Aufstand.
2. Di e b i s e h ö f 1 i c he K i r c h e i n E n g 1 a n d. --1558 Auf die „blutige“ Maria folgte ihre 2,i.jäh.rige Stief-schwester E 1 i s a b e t h, Heinrichs VIII. Tochter aus zwei-ter Ehe. Diese mußte sich schon deshalb wieder den Pro-testanten zuwenden, weil der Papst die Ehe ihrer Mutternicht als rechtmäßig anerkannte und daher auch dasAnrecht der Tochter auf den Thron in Zweifel zog. Sobrachte Elisabeth die Reformation in England endgültigzum Siege. Doch behielt sie dabei zum Verdruß der prote-stantischen Eiferer die Bischöfe und manche anderent'berbleibsel der alten Kirche bei, in der Hoffnung, ihrekatholischen Untertanen würden sich um so leichter mitder Neuerung versöhnen. So entstand die b i s c h ö fl i c h e