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einen und Zeitungen immer lauter die Absetzung desKönigs und die Einführung der Republik verlangt wurde.
Schon nahte ein österreichisch-preußisches Heer derGrenze. Her Oberbefehlshaber desselben suchte die Fran-zosen einzuschüchtern, indem er verkündete, er werdejeden, der sich seinem Einmarsch widersetze, als Rebellenerschießen und Paris, wenn dem König die geringste Be-leidigung zugefügt würde, von Grund aus zerstören lassen.
Aber diese unsinnige Drohung bewirkte das gerade Gegen-teil. Eine furchtbare Erbitterung ging durch das Land.
Bei den Girondisten reifte der Entschluß, der Herrschaftdes Königs, der mit dem Feinde unter einer Decke spielte,ein Ende zu machen. Ihr Plan war, durch das Landeinen Verfassungsrat oder, wie sie nach amerikanischemVorbild sagten, einen Konvent wählen zu lassen, derdann die Verfassung in republikanischem Sinne ändernsollte. Allein dieser gesetzmäßige Weg behagte den Dan-ton, Robespierre und Marat nicht. Sie wollten die Ehre,die Monarchie gestürzt zu haben, den Girondisten durcheinen Gewaltstreich vorwegnehmen. Am 10. August 1792wälzte sich die von ihnen aufgehetzte Menge unter demHeulen der Sturmglocken gegen das Tuilerien- 10. Augschloß. Um den Aufständischen jeden Vorwand zum 1792Sturm auf das Gebäude zu nehmen, begab sich der Königmit den Seinen in den Schoß der Nationalversammlung.Dennoch erfolgte der Angriff auf die aus 800 Schwei-zern bestehende Schloßwache. Heldenmütig verteidigtensich diese, bis sie vom König den Befehl erhielten, dasFeuer einzustellen, worauf sie beim Rückzug größtenteilsniedergemetzelt wurden. Unter dem Toben der wütendenMenge stellte jetzt die gesetzgebende Versammlung denKönig sofort in seiner Würde ein und ordnete die Wahleines Konventes an. Lafayette, der, seines Eides ein-gedenk, einen Augenblick daran dachte, die Monarchiemit Gewalt wieder aufzurichten, schrak vor dein Bürger-krieg zurück, legte aber sein Kommando nieder und fielbeim Verlassen Frankreichs in die Gefangenschaft derÖsterreicher.