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Sept. 1791 Versammlung ihre Aufgabe für vollendet und löste siehauf.
7. Sturz des Königtums durch den Tu i-leriensturm (10. August 1792). — An ihre Stelle tratnun die in der Verfassung vorgesehene GesetzgebendeV ersammlung. Da die Mitglieder der alten Versamm-lung nach einem ihrer Beschlüsse nicht wieder in die neuegewählt werden durften, so bestand diese meist aus un-bekannten Leuten. Doch taten sich bald einige Abgeord-nete von Bordeaux, die man mit ihren Freunden nur dieGirondisten nannte, weil Bordeaux die Hauptstadtdes Departements der Gironde war, durch ihre feurigeFreiheitsliebe und glänzende Beredsamkeit hervor. Diesenschienen außerordentliche Maßregeln zur Rettung desVaterlandes notwendig. Denn schon hatten es die geflo-henen Brüder des Königs glücklich dahin gebracht, daßLeopold II. von Österreich und F riedriehWilhelm II. von Preußen eine gemeinsame Ein-ladung an die Mächte Europas erließen, sich mit ihnenzur „Befreiung“ des „gefangenen“ Ludwigs XVI. und zur„Herstellung der Monarchie“ in Frankreich zu vereinen.Die auf ihre junge Freiheit stolzen Franzosen ließen sichnicht ungestraft mit Einmischung in ihre innern Ange-legenheiten bedrohen. Auf Betreiben der Girondisten ver-hängte die gesetzgebende Versammlung über die aus-gewanderten Adligen, die bis zu einer gewissen Zeit nichtheimgekehrt sein würden, Ächtung und Giitereinziehung.
April 1792 Auch nötigte sie den König zur Kriegserklärungan den Kaiser, und mehrere Armeen unter Lafa-y e 11 e und anderen Feldherren wurden an der Grenzeaufgestellt. Aber während Ludwig XVI. öffentlich seinemSchwager den Krieg erklärte, forderte er ihn und alleHöfe heimlich auf, ihn zu befreien. Audi weigerte er sich,zu einem Gesetz gegen die eidweigernden Priester seineZustimmung zu gehen, und entließ die Minister, die ihnzur Unterzeichnung desselben nötigen wollten. Deshalbwar es den Girondisten gar nicht unlieb, daß in den Ver-