im Innern den Kampf gegen hall) Europa siegreich be-stehen konnte. Nach der Hinrichtung Ludwigs XVI.
1793 hatten sich nämlich auch Großbritannien, H o 1 -1 a n d, Spanien und die italienischen Staatenmit Oesterreich und P reu ß e n gegen das revolutio-näre Frankreich verbündet. Aber, so zerrissen die Parteienim Innern waren, in einein Gedanken ging sozusagen dasganze Land einig, im Haß gegen das alte Staatswesen, dasder ausgewaaderte Adel mit Hilfe der Fremden wiederherzustellen drohte, und im Zorn über die Einmischungdes Auslandes. Auf den Ruf: „Das Vaterland ist in Ge-fahr“ strömten Hunderttausende der besten Männer alsFreiwillige zu den Waffen. Zuletzt hot der Konvent alleBürger vom 18. bis zum 25. Altersjahre auf, über eineMillion Jünglinge. Ein trefflicher Offizier, Car not,brachte es über sich, zur Rettung der Republik nebeneinem Robespierre im Wohlfahrtsausschuß zu sitzen. Erschuf aus den aufgebotenen Massen kampffähige Armeenund wußte für sie die rechten Offiziere und Generäle zufinden. Die edeln Ideen der Freiheit, Gleichheit und Brü-derlichkeit, die von den Volksverführern zu Hause soschrecklich mißbraucht wurden, machten die jungen Sol-daten der Republik zu Helden. Schlecht gekleidet, oftohne Schuhe, ertrugen sie ohne Murren die beschwerlich-sten Märsche. Unter den Klängen der Marseillaise,des in der Revolution entstandenen, von Marseillern zu-erst gesungenen berühmten Kriegsliedes, warfen sie sichmit unwiderstehlichem Schwünge auf die Söldner derfremden Despoten. So wurden nicht nur die fremdenHeere aus Frankreich zurückgetrieben, sondern auch
1795 Belgien, Holland und I) e u ts e h I an d bis zumR h e i n erobert. Preuße n machte seinen Frieden mitder unbesieglichen Republik, und seinem Beispiel folgtenSpanien und andere Staaten. Freilich, in dem Maß, alssich die Franzosen an Ruhm und Sieg gewöhnten, schwandauch die republikanische Begeisterung unter ihren Ar-meen dahin und machte gewöhnlicher Eroberungssucht,