(unweit Königsberg) geschlagen, und Napoleon diktierteKOT im äußersten Nordosten Deutschlands zu Tilsit denFrieden. Preußen verlor die Hälfte seines Gebietes; da-gegen geAvährte Napoleon dem Zaren Alexander I. diegünstigsten Bedingungen um den Preis eines Bundes gegenEngland. So batte sich der Korse durch ein beispiellosesSchlaclitenglnck zum Gebieter des europäischen Fest-landes aufgeschwungen. Wie über sein Familiengut, ver-fügte er über Völker und Kronen. Holland verwandelteer aus einer Republik in ein Königreich für seinen BruderL u d w i g. Einem andern Bruder, Joseph, gab erNeapel, während er die Nordhälfte der Halbinsel teilsFrankreich einverleibte, teils als besonderes „König-reich Italien“ durch seinen Stiefsohn Eugen alsVizekönig regieren ließ. Für einen dritten Bruder, J e-r ö m e, bildete er in Deutschland aus preußischen undhessischen Landen ein Königreich Westfalen. Alledeutschen Staaten aber, außer Preußen und Österreich,mußten zu Paris eine Eidgenossenschaft schließen, den„Rheinhund“, den Napoleon unter dem Titel einesProtektors (Schutzherr) beherrschte. Damit war das180ti alte deutsche Reich a u f g e 1 ö s t. Kaiser Franz II.verzichtete fortan auf den Titel eines „römischen Kaisersdeutscher Nation“ und begnügte sich mit dem eines Ka i-sers von Österreich. Aber nicht nur NapoleonsBrüder und die Rheinbundfürsten, von denen ihm mancheGebietsvergrößerungen und Rangerhöhungen, die vonB a y e r n, W ü r 11 e m berg und Sachsen sogar dieErhebung zu Könige n verdankten, waren ganz vonseiner Gnade abhängig. Auch die übrigen Monarchen desFestlands betrachtete und behandelte er als seine Va-sallen. Die Schweiz, der er als „Vermittler“ eine neueVerfassung gegeben hatte, mußte ihm zahlreiche Söldnerfür seine Kriege stellen.
G. Die Kontinentalsperre (1806). Die E r-h e b u n g de r S p a n i e r (1808). — Nur e i n Landbrauchte vor dem Gewaltigen nicht zu zittern, G r o ß -