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entschädigen suchten, den französischen Konsul als „V e r-m i 111 e r“ anriefen und aus seinen Händen die ersehntenVergrößerungen empfingen.
5. Das Kaisertum (1804). Austerlitz undJena (1805/6). Frieden von Tilsit (1807). — Durchdie günstigen Friedensschlüsse hatte Bonaparte so sehrdas Vertrauen der Nation gewonnen, daß er es wagendurfte, sich durch neue Volksabstimmungen zunächstzum Konsul auf Lebenszeit und dann zum erblichenKaiser der Franzosen ernennen zu lassen. Der 1801dankbare Papst kam selber nach Paris, um den neuen„Karl den Großen“ hei der Krönung zu salben. Mit allemPomp wurde nun die Monarchie wieder hergestellt undauch das alte Titel- und Rangwesen erneuert. Die Mutter,Geschwister und Verwandten des Korsen stiegen zu kai-serlichen Hoheiten, Prinzen und Prinzessinnen, seineGeneräle, Minister und Höflinge zu Marschällen, Her-zogen, Fürsten und Grafen empor. Aber damit war derEhrgeiz des ehemaligen Unterlieutenants noch nicht ge-sättigt. Schon waren die Feindseligkeiten mit England 1800wieder ausgebrochen, weil Napoleon den Friedensschlüssenzuwider Holland, die Schweiz und Italien durch seineTruppen in Abhängigkeit hielt. Dem großen britischenMinister Pitt gelang es, auch Österreich und R u ß-land wieder in den Kampf hereinzuziehen. Allein jederKrieg wurde nur wieder eine neue Staffel für NapoleonsRuhm und Größe. Unwiderstehlich drang er durch Süd-deutschland auf Wien los und errang bei der StadtAusterlitz in Mähren über ein österreichisch-russi- 1805sches Heer, bei dem sich die Kaiser von Österreich undRußland befanden, den glänzendsten Sieg. Das durch diese„Dreikaiserschlacht“ niedergeschmetterte Österreichmußte Tirol an Bayern abtreten und verlor auch seineLande in Italien. Als hierauf Preußen an ÖsterreichsStelle den Kampf gegen Napoleon aufnahm, erlitt es heiJ e n a eine furchtbare Niederlage. Auch der Kaiser von 1.806Rußland, der ihm zu Hilfe eilte, wurde bei Friedland