können. Immer noch hoffte Napoleon, ela er im Besitzder Hauptstadt sei, Averde Zar Alexander froh sein, mitihm Frieden zu schließen. Dieser aber war mehr als jezur Fortsetzung des Kampfes entschlossen; denn schonnahte sein furchtbarster Bundesgenosse heran, der Winter.
Okt. 1812 Zu spät erkannte Napoleon seine Täuschung. Als er end-lich den Rückzug antrat, brach mit den Horden des un-ermüdlich nachsetzenden Feindes die grimmigste Kälteund Hungersnot über seine unglücklichen Scharen hereinund bereitete ihnen den Untergang. Nach entsetzlichenMiihsalen gelangten noch ihrer 30,000 Kampffähige an dieB e r e s i n a, einem Nebenfluß des Dnjepr. Schon hattendie Russen sie auf beiden Seiten überflügelt und spendenihnen den Übergang. Doch gelang es den Franzosen unterder Leitung des kühnen Marschalls Ney, in dem eisigenSchneegestöber Brücken zu schlagen und sich den Durch-paß zu erkämpfen. Aber das furchtbare Gedränge, dasum die Brücken entstand, wobei Tausende von Männern,Frauen und Kindern in den Strom oder in die Flammenbrennender Hütten hineingestoßen Avurden, machte denÜbergang über die Beresina zum grausigsten Freignis desganzen Feldzugs. In der Nähe A r on Wilna A-erließ Napo-leon die jammeiwollen Trümmer der „großen“ Armee undeilte auf einem Schlitten nach Paris, um neue Streitkräfteauszurüsten.
9. Die Völkerschlacht hei Leipzig (16. bis18. Oktober 1813). Einzug der Verbündeten inParis (31. März 1814). — Das Gericht, das den Gewal-tigen auf den Schneefeldern Rußlands erreicht hatte, warfür die geknechteten Nationen das Zeichen der Befreiung.Allen voran ging Preuße n. Hier hatte der trefflicheMinister Stein durch Aufhebung der Leibeigenschaft,der Feudallasten und Adelsvorrechte, durch freisinnigeReformen aller Art die Bürger zu lebendiger Teilnahmeam StaatsAvesen erweckt. Zugleich Avar von ausgezeich-neten Offizieren, Avie Sch a rnhorst und Gneisenu u,das geAvorbene Söldnerheer durch Einführung der all-