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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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341
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betrachtet. Es mußte die Bourbonen wieder annebmen,mehrere Stücke seiner östlichen Grenzgebiete abtreten,eine Kriegsentschädigung von 700 Mill. Fr. bezahlen, diegeraubten Knnstschätze herausgeben und 150,000 Mannfremde Truppen bis 1818 im Lande ernähren. Damit wares endgültig von der Höhe seiner Weltherrschaft herab-gestürzt. 4 Vl> Millionen Menschenleben hatte ihm diesegekostet und über alle Völker Europas unsägliches Elendgebracht. Aber andrerseits hatte es sich das unvergäng-liche Verdienst erworben, durch die Ideen seiner Revo-lution und seine Siegeszüge die Nationen überall ausihrem Schlummer erweckt und die alten verrotteten Zu-stände von Grund aus erschüttert zu haben. Wohin dieFranzosen ihre Waffen getragen hatten, zur Zeit der Re-publik, Avie Ämter der napoleonischen GeAvaltherrsehaft,hatten sie Avenigstens Vorrechte und Feudal lasten be-seitigt, Rechtsgleichheit und Glaubensfreiheit eingeführtund durch ihr Beispiel auch die nicht unmittelbar a - oiiihnen beherrschten Staaten zu ähnlichen Reformen ge-nötigt. So hatte sielt das Streben nach Freiheit, das 1789in Frankreich so mächtig zutage getreten Avar, über alleNationen A r erbreitet und ließ sich durch keine Unter-drückung und Verfolgung mehr ausrotten.

§ 57. Die Zeit der Restauration.

1. Allgemeine Reaktion. — Tausende freilich,die anfänglich die große ReAmlution mit Jubel begrüßthatten, Avaren an ihr irre geAvorden, als sie Frankreichin den düstern Abgrund der Schreckensherrschaft undhernach die Welt in denjenigen der napoleonischen Mili-tärherrschaft stürzte. Wie im 18. Jahrhundert die großenSchriftsteller die Sache der Freiheit und Aufklärung ver-fochten hatten, so gab es jetzt geistreiche und gelehrteMänner, die in allem Ernst verkündeten, das Strebennach Freiheit Averde stets zu gleichem Unheil führen. DasHeil für die Menschheit liege nur in der Rückkehr zum