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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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schlecht verhehlten. So verscherzten sie bald die Zu-neigung des Volkes. Das entging dem scharfen Auge desGefangenen auf Elba nicht, ebensowenig die am WienerKongreß herrschenden Zerwürfnisse. Darauf baute Napo-leon den verwegenen Plan, seinen Kaiserthron wieder auf-zurichten. Mit wenigen Getreuen landete er im FrühlingMürz 1815 18t5 in Frankreich, wo er, wenn auch nicht mit Begeiste-rung, doch ohne Abneigung empfangen wurde. Die Bür-ger der Städte öffneten ihm die Tore, die Soldaten undGeneräle, die ihm entgegengeschickt wurden, gingen zuihm über, und ohne Schwertstreich zog er in Paris ein,das die Bourbonen abermals flüchtend verlassen mußten.Durch eine freisinnige Verfassung suchte er das Land ansich zu fesseln. Aber umsonst versicherte er die Monar-chen in Wien seiner Friedensliebe. Statt aller Antworterklärte ihn der Kongreß als Feind Europas in die Acht.England warf ein gewaltiges Heer unter Wellingtonnach Belgien, dem die Preußen unter B 1 ii c h e r nach-folgten, während Österreicher und Hussen gegen denRhein sich in Bewegung setzten. Iiasch zog Napoleonden Preußen entgegen und schlug sie bei Ligny (unweitCharleroi). Dann warf er sich auf Wellington, der eineAnhöhe südlich von Brüssel bei dem Dorfe Waterloo18. Juni besetzt hatte. Sechs Stunden lang hielten die Engländer1815 dem wütenden Ansturm der Franzosen stand. Da er-schien Blücher, den Napoleon nicht mit der gehörigenKraft verfolgt hatte, auf dem Schlachtfeld und entschiedmit seinen Preußen den Sieg. Schon nach 14 Tagen stan-den die Verbündeten zum zweiten Male vor Paris. Napo-leon dankte ab zugunsten seines Sohnes Napoleon II., ver-säumte aber, rechtzeitig zu fliehen, und mußte sich alsGefangener au Bord eines englischen Schiffes begeben.Umsonst rief er, der keine Großmut gegen Besiegte ge-kannt hatte, nun diejenige der Sieger an. Nach dem Be-schluß der Verbündeten brachten ihn die Engländer nach1821 dem afrikanischen Felseneiland St. Helena, wo er 1821starb. Frankreich aber wurde diesmal als mitschuldig