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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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Stimmen als Präsidenten auf zehn Jahre bestätigte 1852und ein Jahr später als Napoleon III. zum erb-lichen Kaiser erhob.

§ 60. Die Einigung Italiens.

1. Viktor Emannel und Cavour. Der ita-lienische Krieg (1859). — Fast überall hatte die ge-Avaltige Bewegung von 1848 mit grausamen Enttäuschun-gen geendet. Aber die Ideen, welche sie verursacht hatten,blieben in den Herzen lebendig und gelangten schließlichdoch zum Siege. Zuerst geschah dies in Italien. Schwerhatte die unglückliche Halbinsel unter dem erneutenDrucke der österreichischen Zwingherrschaft zu leiden.Lombardei und Venetien wurden wie ein erobertes Landregiert und mußten eine große Heeresmacht ernähren,die nicht bloß zu ihrer eigenen Knechtung diente, son-dern auch die übrige Halbinsel unter dem österreichischenEinfluß halten sollte. Die verschiedenen Fürsten, die sichin sie teilten, der Papst, der König von Neapel, derGroßherzog von Toskana, die Herzoge von P a r m aund Modena, fast lauter Fremdlinge*), waren nichtviel mehr als österreichische Vögte und ließen unter demmächtigen Schirm des Wiener Hofes ihrer Bachsuchtfreien Lauf. Nur ein Staat hielt sich mutig von dieserVormundschaft frei, Sardinien unter Viktor E m a-n u e 1, dem hochherzigen Sohne Karl Alberts. Allen Ein-flüsterungen von innen und außen zum Trotz hielt dieserdie von seinem Vater verliehene freisinnige Verfas-sung aufrecht und fand im Grafen Cavour einen Mi- seit 1850nister, der es verstand, zwischen König und Parlamentdas beste Einvernehmen herzustellen. Dieser ausgezeich-nete Staatsmann arbeitete unermüdlich daran, das König-reich Sardinien durch Hebung der Bildung und des Wohl-standes, durch Steigerung der Wehrkraft zu dem großen

b Die Herrscher von Neapel und Parma waren Bourbonen, die vonToskana und Modena Habsburg-Lothringer.