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2. Albert sah den armen Knaben au und sah wieder aufsein Brot; dann brach er es in zwei Stücke, gab das größeredem Knaben und sprach: „Da nimm und trag's geschwind deiner
Schwester hin und sage, daß ich ihr's herzlich gönne!"
Nach Scherr.
8. Der Rabe.
1. Was ist das für ein Bettelmann? Er hat ein kohlschwarzRöcklein an und lauft in dieser Winterzeit vor alle Türenweit und breit, ruft mit betrübtem Ton: „Rab! Rab! Gebtmir doch auch einen Brocken ab!"
2. Da kam der liebe Frühling an, gar wohl gesiel's demBettelmann; er breitete seine Flügel aus und flog dahin weitübers Haus. Hoch aus der Luft so frisch und munter: „Hab'Dank! Hab' Dank!" rief er herunter.
H ey.
9. Hungriges Bolk.
Wenn meine liebe Mutter den Tauben streut das Futter,dann kommen sie im Augenblick herbei und picken: pick! pick!pick! und nicken mit den Köpfchen, bis voll sind ihre Kröpfchen.
R e i n i ct.
10. Das Catchen.
„Schnatter-Schnatter-Entchen,du hast ja keine Händchen! DasMesser und die Gabel, die hast duauch vergessen, womit wirst du dennessen?" — „Womit? Mit meinemSchnabel!"
Volkstümlich.