Luthers Lebensende und Lebensarbeit.
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bruar an den Freund: „dieses stachelichste Stachelschwein" sei endlichnach heißem Kampfe „abgestochen." Über den Juristen hatte er aberauch die Juden nicht vergessen. In einer Predigt warnte er vor denJuden, die sich auch bei Eisleben eingedrängt hatten. In seinem Briefevom 7. Februar sagt er: „Ich denke, daß die Hölle und ganze Welt jetztmüsse ledig sein von allen Teufeln, die vielleicht alle meinetwillen hiezu Eisleben zusammengekommen sind: so fest und hart steht die Sache.So sind auch die Juden bei fünfzig in einem Hause, wie ich dir zuvor ge-schrieben. Jetzt sagt mail, daß zu Rißdorf, hart vor Eisleben gelegen,daselbst ich krank war im Einfahren, sollen aus- und einreiten und -gehenbei vierhundert Juden. Graf Albrecht, der alle Grenzen um Eislebenher hat, der hat die Juden, so aus seinem Eigentum ergriffen werdenpreisgegeben. Noch will ihneü niemand nichts tun. Die Gräfin zuMansfeld, Witwe von Solms, wird geachtet als der Juden Schätzerin.Ich weiß nicht, ob's wahr sei, aber ich hab' mich heute lassen hören, woman's merken wollte, gröblich genug, wenn's sonst helfen sollt. Betet,betet, betet und helft uns, daß wir's gut machen, denn ich heute imWillen hatt', den Wagen zu schmieren in irs, msa, aber der Jammer, somir für fiel, meines Vaterlandes (er meint Mansfeld) hat mich gehalten."Am 14. Februar endlich meldet er seiner freundlichen, lieben Haus-frauen, der Vergleich sei geschlossen, und am 16. und 17. Februar 1546wurden die Urkunden unterzeichnet. Diese Friedensstiftung war dieletzte Tat des alten Streiters. Sein gutes Herz frohlockt, daß zwei Brüdernun wieder Brüder geworden sind und an seinem Tische seit langenJahren zum erstenmal wieder freundliche Worte wechseln. Mit Ver-gnügen horcht der alte Mann auf die Narrenglöcklein der Schlitten, indenen die jungen Grafen und Fräulein, die sich rasch angefreundet haben,talabwärts sausen. Die kommenden Mansfelde werden nun doch guteFreunde sein. Jetzt ist sein Tagewerk getan. „Wenn ich wieder heim-komme nach Wittenberg, will ich mich in den Sarg legen und den Madeneinen feisten Doktor zu essen geben." Während des Aufenthalts in Eis-leben hatte Luther viermal gepredigt und sogar zwei Geistliche ordiniert.Er verkehrte freundlich mit den Honoratioren seiner Vaterstadt, hatteaber auch mehrere heftige Anfälle von Asthma und Herzschwäche, dochwar in dem Hause des Stadtschreibers Albrecht, bei dem er wohnte, gutfür ihn gesorgt. Die ersten Anzeichen, daß der Kaiser kriegerische Ab-sichten habe, wurden Luther kurz vor seinem Tode noch gemeldet: „Et-liche sagen," schreibt er in seinem letzten Briefe an seine Hausfrau, „derKaiser sei dreißig Meilen von hinnen bei Soest in Westfalen; etliche, daßder Franzose Knechte annehme, der Landgraf auch. Aber laß sagen undsingen: wir wollen warten, was Gott tun wird." So warf der Schmal-kaldische Krieg seine Schatten noch in Luthers Sterbezimmer. Am 17. Fe-bruar, als der letzte Vertrag unterzeichnet war, erkrankte Luther nach demAbendessen an Beklemmungen auf der Brust. Graf Albrecht brachte
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