Band 
I. Teil. Von der germanischen Urzeit bis zur französischen Revolution.
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W. Oncken.

voin Schwarzen Adler zur Verewigung der Erinnerung an das Krö-nungsfest gestiftet. Und am 18. erfolgte unter Entfaltung blendenderPracht mit Purpur, Gold und Diamanten die Krönung, die der nun-mehrige König erst an sich selbst und dann an seiner Gemahlin vollzog.Er nahm seine Krone aus niemandes Hand und setzte sie sich ohne fremdeHandreichung selber auf das Haupt; ebenso verfuhr er mit der nunmeh-rigen Königin, der er gleichfalls die Krone aufsetzte.

Niemand hatte an Kaiser und Reich, auch niemand an Papst undKirche erinnert; König und Königin traten mit der Krone auf demHaupte an der Spitze des Krönungszuges in die Schloßkapelle ein. Hiererst erschienen vor den bereits gekrönten Majestäten zwei protestantischeGeistliche, die eigens für dieses Fest zu Bischöfen ernannt worden waren,Ursinus von Baer für die reformierte, von Sanden für die lutherischeKirche, um die Salbung vorzunehnien, und mit der feierlichen Thron-besteigung des königlichen Paares, der die Huldigung der Stände undder Kollegien folgte, endete die Feier auf dem Schlosse. Eine allge-meine Illumination der Stadt, welche der Architekt Eosander vonGoethe geleitet hatte, bildete den Abschluß der Krönungsfeier.

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