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auch Inschriften an besuchten Orten — z. B. an der Memnonssäule,die bis zum Knie damit bedeckt ist, — zeugen dafür, daß auch in dieserBeziehung die Natur der Menschen sich nicht verändert hat.
Aber eins ist anders. Entdeckungsreisen in fremde Länderwaren nicht nach dem Geschmack des Altertums.
Auch die Reisen ins Hochgebirge nicht. Cicero wundert sich,daß man — vermöge der Macht der Gewohnheit — selbst bergige undwaldige Gegenden lieben könne. Vergil preist die Schönheit Italiens,seine Fruchtbarkeit an Korn, Ol und Wein, an Herden aller Art, seinherrliches Klima, seine Städte und Völker, seine Landseen und Meere,seinen Reichtum an Metall: von seinen Bergen sagt er kein Wort.
Es ist nicht zu verwundern, daß sich die Völker wohlfühlten ineinem Staatsorganismus, der solche friedliche Zustände schuf undverbürgte, wie sie hier vorausgesetzt werden. Überschwenglich sinddenn auch die Lobsprüche, die ihm und seinen Kaisern von den Zeit-genossen gespendet werden. Unser Jahrhundert nennt sich gern undmit Stolz das „Jahrhundert des Verkehrs". Die vorliegende Betrach-tung kann zur Bescheidenheit mahnen!