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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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selbe war nur von kurzer Dauer. Niemand war mißvcr»gnügtcr über den Frieden als Zwingli.

1831 6. Der zweile Kappelcrkrieg. Zürich verband sich mit

Philipp "von Hessen, befreite die Lande des Fürstabtes vonSt. Gallen von dessen Herrschaft und führte auch dort dieNeuerungen ein. Endlich verhängte es 1531 über Schwpzdie Fruchlspcrre. So sahen sich Schwpz und die katholischenOrte genötigt, abermals zu den Waffen zu greifen. DieKatholiken siegten wieder zuerst bei Kapp el, dann am Gubel.Zwingli selbst blieb bei Kappe! auf der Walstatt. Zürichmußte einen demütigenden Frieden eingehen. Die fünf ka-tholischen Orte blieben bei ihrer Religion. Die Zürchermußten Religionsfreiheit in den gemeinen Herrschaften gestatten,so daß eine Mehrheit die Minderheit zu nichts zwingen konnte.

Überdies kehrten auf diesen Sieg der Katholiken hinviele bereits reformierte Orte und Gemeinden wieder zujenen zurück, wie im Aargau, im st. gallischen Rheintal,Oberland und Gaster, so daß sich die religiösen Verhältnissein der Schweiz sozusagen damals schon gestalteten, wie siewesentlich heute noch sind.