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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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Der bl. Petrus Tanifius, 3.

bürg (Petrus Canisius) und imWallis.

Ju der Westschwciz trat für dieRechte der Kirche und den katho-lischen Glauben namentlich der großeBischof von Genf ein, der hl. Franzvon Sales.

Auch wurde eine eigene päpstlicheNuntiatur (päpstliche Gesandtschaft)in der Schweiz errichtet, welche denBcrkchr zwischen den katholischen Or-ten und dem Papste vermittelte.

Bon da an," bemerkt Dändlikcr,nahm das katholische Kirchcnlcbcneinen glänzenden Aufschwung. SeineKräfte waren verjüngt, seine Wirksamkeit verstärkt. In dieserneuen Gestalt begann der römische Katholizismus anss neuedie Gemüter zu fesseln, zu beherrschen und eine Masse Ab-gefallener wieder zurückzugewinnen."

6. Die politischen Folgen der Trennung. Die Trennungder Eidgenossenschaft in zwei konfessionelle Lager war vondieser Zeit an vollzogen. Reformierte und katholische Ständehatten nunmehr ihre eigenen Tagsatzungcn, gegen welche dieallgemeine Tagsatzung in den Hintergrund trat. DieselbeTrennung trat in der Folge auch bei einzelnen Kantonenein. So stammt die heute noch bestehende Trennung desKantons Appenzell in Anßerrhoden und Jnncrrhoden aus' eben jener Zeit. Wer in Jnncrrhoden reformiert sein wollte,^ der mußte nach Anßerrhoden wandern und umgekehrt; dasVermögen aber, der Inhalt des Zeughauses u. s. w. wurde. geteilt. Ähnliches geschah in St. Gallen und Tablat.

Am meisten Schwierigkeiten boten für die Regierung vonnun an die Untertanenländer und die gemeinen Herrschaften.

4. Der Dreißigjährige Krieg.

( 1618 1648 .)

/ L. Die Ursachen.

lösü 1. Der Aeligionsfriede zu Augsburg. Im Jahre 1555hatten die Katholiken und Protestanten in Deutschland den