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da er beim Tode seines Großvaters noch ein Kind war, regierteer selbständig erst von 1661 an.
L. Kldwig XIV. /
( 1643 — 1715 .) /
1. Ludwig xiv.
tilsHiegeill.LudwigXIV.war ein tüchtiger Regent,aber herrschsnchtig, ge-walttätig und rücksichts-los. Um sein Ziel zuerreichen, war ihm keinMittel zu schlecht undkein Krieg zu ungerecht.
König Ludwigs obersterGrundsatz war: „l-ütat,e'est inoi" — „Der Staatbin ich." Auf das Volkhörte er gar nicht; was erwollte, das hatte zu gesche-hen. Dabei war er außer-ordentlich verschwenderischund prachtliebcud. So bauteer sich in der Nähe vonParis, in Bersailles,eine Residenz, die an Groß-artigkeit und Glanz ihres- Ludwig Xiv.
gleichen suchte auf dein Erd- Phot. G. Brogi nach dem Porträt in den uffizien. Florenz,
boden. Dagegen wurde Paris
durch seine Mode und seine Spracheunter Ludwig wirklich maßgebend für halbEuropa, ja für die halbe Welt
Insbesondere blühte unter ihm diefranzösische Literatur mit Dichtern wieRacine, Corneille, Molibre, und Rednernwie Fönelon, Bossuet, Bourdaloue, Mas-sillon, so daß Ludwig nicht selten mitdem AngnstnS der Römer verglichen undseine ganze Rcgiernngszcit das goldeneZeitalter Frankreichs genannt wurde.
Dazu verstand es der FinanzministcrColbcrt trefflich, die Staatskasse immerhübsch gefüllt zu erhalten, und zwar nichtdadurch, daß er die Steuer, wohl aberdie Stenerkraft des Volkes erhöhte. DiesesMinister Lolbert. erreichte er, indem er, wie Heinrich IV..
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