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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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Inzwischen waren die Werner in die Freien Ämter ge-drungen, wurden aber dort am 23. Januar bei Villm.er-gcn von den fünf katholischen Orten ebenfalls geschlagen.Anführer des katholischen Heeres war Oberst ChristophPfhffer von Luzern. Zürich und Bern mußten sich aber-mals einem demütigenden Frieden zu Baden unterziehen.

Der zweite Kappcler Friede wurde bestätigt und Schwyzbehielt die eingezogenen Güter der Familie Hospenthal. Umdie Herstellung des Friedens machte sich wiederum besondersder Basier Bürgermeister Rudolf Wett st ein verdient.

2. Der Wartaner Kündet. Dem Arthcr folgte im Jahre 1695 iggzder Wartauer Handel. Während nämlich die Gemeinde Wartau

im st. gallischen Nheintal als solche protestantisch war, ver-langten hier, im Gegensatze zu Arth, einige katholische Familienin Verbindung mit dem katholischen Landvogte zu Sargansdie Einführung des katholischen Gottesdienstes. Wieder re-klamierten Zürich und Bern, und bald wäre ein offener Kriegabermals entbrannt. Da zogen zwei katholische Familienvon Wartau weg; die anderen wurden protestantisch. So wurdeder Streit gegenstandslos.

3. Der St. Hasser Kreuzkrieg. Ähnlich führte im Jahre i«S71697 in St. Gallen die einfache Frage des Kreuztragcns beiden Prozessionen durch die Stadt zu gegenseitigen gewaltigen Rü-stungen zum Kriege zwischen letzterer und dem Abte des Stiftes.

Auf Verlangen der Bürgerschaft mußten nämlich beim Durch-gänge dieser Prozessionen durch die Stadt die Fahnen gesenkt,

die Kreuze von den Stangen abgenommen und auf denArmen liegend getragen werden. Diese Maßregel wurde ein-mal nicht beachtet. Die Bürgerschaft griff zu den Waffen,der Abt rüstete, und nur schwer gelang es den eidgenössischenOrten, abermals den Frieden zu vermitteln.

4 . Der Hoggenkurger- oder zweite Mssmergerkrieg. (Z w ö l-1712fer krieg.) In der Tat war es auch nur ein Scheinfriede.Keine Partei traute der anderen. Insgeheim bereitete sichjede auf einen größeren Kampf vor. Die katholischen Stündevereinbarten mit dem Abte Leodcgar Bürgisser von St. Gallen,eine Straße über den Ricken, d. i. von Wattwil nach Uz-nach (H u in in c l w a l d st r a ß c), zu bauen, um für denFall eines neuen Krieges einerseits eine leichtere Verbindungzwischen ihnen und der Mannschaft des Abtes herzustellen.