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Trotzdem erhoben die Kurfürsten von Sachsen undBayern, sowie König Friedrich II. von Preußen Erban-sprüche. Überdies verband sich Karl von Bayern mit Lud-wig XV. von Frankreich und ließ sich in Frankfurt zumKaiser krönen. Friedrich II-, von Sachsen unterstützt, ver-langte Schlesien. Maria Theresia ließ deswegen den Mutnicht sinken. Vielmehr wandte sie sich selbst persönlich aufeinem Reichstage zu Preßburg an die Ungarn um Hllfe.Gern stimmten diese auch zu. So vertrieb sie bald wiederdie Bayern und Franzosen aus Böhmen, in das diese bereitseingedrungen waren. Daraus kam es zum Frieden vonAachen (1748). Maria Theresia hatte zwei kleine Gebietein Italien an Spanien abzutreten; ihre Hauptlünder aberbehielt sie. Unterdessen war Karl VII. gestorben. So trugihr/Gemahl Franz I. (1745 — 1765) auch die deutscheKaiserkrone. /
e) Seine Kriege mit Maria Theresia. Weniger glücklich 174 »dagegen "war die Kaiserin gegen Friedrich II., mit dem sieum den Besitz Schlesiens sogar drei Kriege zu führenhatte und zwar die beiden ersten gleichzeitig mit dem Kriegegegen Bayern und Frankreich (1740—1745). Im Friedenzu Breslau mußte sie auf den größten Teil Schlesiens,d. i. die jetzige preußische Provinz Schlesien, zugunstenFriedrichs verzichten.
Der Verlust war ein harter Schlag für Österreich.Zehn Jahre später verband sich daher Maria Theresia mitRußland, Frankreich und Sachsen, um Friedrich die Beutewieder zu entreißen. In Rußland herrschte Katharina II.,in Frankreich Ludwig XV., der vorher zwar selbst gegenTheresia gekümpft hatte, sich aber vielfach ebenfalls von einemWeibe regieren und durch diese auch zu diesem Kriege ver-leiten ließ. Spottweise nannte Friedrich deshalb den Kriegschlechthin den Krieg gegen die „drei Weiber". In der Ge-schichte heißt er der dritte schlcsische oder nach seiner Dauerauch der Siebenjährige Krieg (1756—1763). 1756
Doch trotz aller Bündnisse behielt Friedrich die Ober-hand. Freilich hatte er dabei auch manche heiße Schlachtverloren, so bei Kollin gegen die Österreicher, bei Großjägern-dorf gegen die Russen und wieder gegen die vereinigten Mächtebei Kunersdorf, wo er fast das ganze Heer einbüßte. Doch