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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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friedlichen Ausgcing nehmen. Doch bald zeigten sich neueSchwierigkeiten.

Es fehlte an Geld. Auch die eingezogenen Kirchengüterreichten nicht mehr hin, die laufenden Ausgaben zu decken.Unter den Revolutionären bildeten sich verschiedene Parteienoder Klubs. Der berüchtigtste war der Jakobinerklub (roteMütze") mit Nobespierre an der Spitze. Es waren diesdie grimmigsten Feinde des Königs.

Ganze Scharen Adeliger wandertenaus (Emigranten). Da wurde dasGesetz erlassen) wer innert einemJahre nicht zurückkehre, der solle alsVaterlandsverräter gelten.

8. Aie Milcht des Königs. Nunfaßte auch der König den unglücklichenEntschluß, zu fliehen. Er wurdeaber entdeckt und nach Paris zurück-gebracht. Damit verlor er den letztenRest seines Ansehens. Er wurde biszum Abschlüsse der Verfassungsar-beitcn in seinen Befugnissen suspen-diert, d. h. er durfte keinerlei Amts-handlungen mehr vornehmen. Er war mehr Gefangener als König.

9. Aie gesetzgebende Wersammlung (17911792). In- nslzwischen hatte die Nationalversammlung die neue Verfassungvollendet; der König beschwor das Werk, und jene löste sichauf. An ihre Stelle trat die gesetzgebende Versammlung.Leider saßen darin fast lauter neue Mitglieder ohne Erfah-rung. Auch trennten sie sich sofort wieder in zwei Parteien,die gemäßigte Rechte und die radikale Linke. Auf derRechten saßen die Verteidiger der konstitutionellen Monarchie,

(des Königs mit den Kammern), auf der Linken die An-hänger der Republik, abermals in zwei Gruppen geschieden:in die gemäßigten Republikaner oder Girondisten und indie Bergpartei. Die letztere wurde so genannt, weil sie dieobersten Stühle im Versammlungslokale einnahm. Unterdiesen befanden sich die heftigsten Revolutionsmänner: Robes-pierre, Danton und Marat.

Jetzt wurden auch die Geistlichen gezwungen, denEid auf die neue Verfassung abzulegen. Ebenso wurden t782

Robespierre.

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