Reformation und Gegenreformation.
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1535 Karls V. glücklicher Zug (An-dreas Doria v. Genua) nach Tunis gegenChaireddin. — Karl V. nach dem Aus-sterben der Sforzas Herzog von Mailand.
1536—1538III. Krieg gegen Franzi,v. Frankreich — Karls V. erfolgloserEinfall in Frankreich — Franz I. ver-bündet sich mit Soliman — Waffenstill-stand v. Nizza.
1541 Karls V. unglücklicher Zug gegenAlgier.
1542—1544IV. Krieg gegenFranzI.,geführt von Karl V. mit Reichshilfe(gegen das Versprechen eines Türken-krieges), das Reichsheer bis Soissons,Friede zu Crespy (Bestätigung desFriedens zu Cambray).
(1545) Schimpflicher Friede mit Soli-man: Ferdinand verspricht Tributzah-lung.
v. Frankreich für Ulrich: Sieg bei Lau-fen, Friede zu Kadan) — die Reformationin Württemberg.
1534—1535 Die Wiedertäufer inMünster (Jan Matthys, Rothmann,Bernd Knipperdolling, Jan v. Leyden) —Eroberung der Stadt durch den Fürst-bischof.
1539 Georg , Hrz. v. Sachsen i\ sein Nach-folger Heinrich führt die Reformation ein —Reformation in der Kurmark Bran-denburg durch Joachim II. (1535 bis1571), sein Bruder Hans v. Küstrinhat die Neumark schon vorher reformiert.
1547 Religionsgespräch zu Regensburg(Melanchthon und Contarini).
5. Johann Calvinns (Jean Cauvin ausNoyon, geb. 1509) Reformator inGenf, Stifter der reformierten Kirche,abweichend von Luther in der Kirchen-lehre (Prädestination, Abendmahl) undKirchenverfassung (kein Landesbistum,sondern Presbyterialverfassung, strengeKirchenzucht). — In der Schweiz kommtder Calvinismus zur Herrschaft: Hel-vetische Konfession (1560), breitet sichauch über Deutschland aus: HeidelbergerKatechismus (1563) — Calvin T 1564.
c) Die Ausbreitung dera. Die germanischen Staaten.
1. Hie nordischen Staaten: das selb-ständig gewordene Schweden (dasStockholmer Blutbad Christians II. [1520]— schwed. Aufstand — Gustav WasaKönig [1523J) wie die noch durchPersonalunion geeinten Reiche Däne-
1546 Luther stirbt am 18. Febr. inEisleben, in Wittenberg (Schlofs-kirche) bestattet.
Reformation.
ß. Die romanischenStaaten.
1. Frankreich. Trotz derBündnisse der KönigeFranz I. und Heinrich 11.(1547—1559) mit den deut-schen Protestanten wurde
y. DerOstenEuropas.Auch in Po-len, Ungarnund Sieben-bürgen ge-wann die Re-