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Tierkunde in aufsteigender Darstellung : nach vergleichend-anatomischen und biologischen Gesichtspunkten für die Mittelklassen der höheren Lehranstalten / von J. Ruska
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«Ordnungen der Tausendfühler.

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wickelten Beinpaar an jedem Ring. Sie sind rasch dahineilende Räuber mitlangen Zählern und klauenartigen, Gift absondernden Riefern. Man findetsie häufig unter Laub und Steinen; sie überwältigen auch größere Giere,wie Würmer und Schnecken. Dieeigentlichen Tausendfüßlerhaben einen walzenförmigen, aussehr vielen Ringen zusammen-gesetzten Rörper und an jedemRing zwei paar zarter Züßchen. Abb. 85. Ein Skolopender.

Die Giere rollen sich zusammen,

wenn man sie auf die Hand legt. Sie leben in Garten- und Ackererde vonpflanzenstoffen. Zwischen Moos findet man die Rugelasseln, die sich zueiner Rugel einrollen, wenn sie gestört werden.

Die Verdoppelung der Leinpaare an den klingen der eigentlichen Tausendfühler rührtnur daher, daß jedesmal zwei Uörperringe zu einem einzigen verschmolzen sind.

§ 32. Bau und Entwicklung der Insekten.

Nbb. 86. Mücke von den Rer-guelen mit verkümmertenKlügeln.

Vergrößerung 3 fach.

Auf den stürmischen Inseln leben vieleflugunfähige Insekten.

Ubb. 87. Ameisen.

2 Geflügeltes Männchen, b geflügeltesWeibchen, a flügellose Arbeiterin.

wie bei den vögeln, so ist bei den Insektendie Zlugfähigkeit das augenfälligste Merkmal.Während aber der Vogel schon mit fertigen Zlug-werkzeugen dem Ei entschlüpft, erhält das Insektdie Zlügelerst durch einemehr oderweniger tief-greifende Um-wandlungseiner ganzenGestalt. Auchsind dieZlügelnicht wie beiden vögelnoder Zleder-mäusen um-gewandelteGliedmaßen,sondern voll-kommen neugebildete Hautanhänge.

Zlugunfähig sind nur wenige Gruppen vonInsekten. Man muß aber unterscheiden zwischenaltertümlichen Insektenformen, die keine Ver-wandlung erleiden und nie Zlügel gehabt haben

Abb. 88. Unvollkommene Ver-wandlung einer Heuschrecke.

Gben Larven ohne Flügel und mit Flügel-anlagen; unten entwickeltes Insekt.