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Geschichts-Tafeln für Mittelschulen, gehobene Bürgerschulen, Töchterschulen und Präparanden-Anstalten / von Erich Neidel
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Heinrich der Löwe.

4 1t 95 nach Chr.

1. Im Dom zu Braunschweig ruhetDer alte Welse aus,

Heinrich der Löwe ruhetNach manchem harten Strauß.

2. Es liegt auf Heinrichs GrabeGleichwie auf einem Schild,

Ein treuer Totenwächtcr

Des Löwen eh'rnes Bild.

3. Der Löwe konnt' nicht weichenVon seines Herzogs Seit',

Von ihm, der aus den KrallenDes Lindwurms ihn befreit.

4. Sie zogen miteinanderDurch Syriens öden Sand,

Sie zogen miteinander

Nach Braunschweig in das Land.

5. Wo auch der Welse wandelt,

Der Löwe ziehet mit,

Zieht mit ihm, wie sein Schatten,

Auf jedem Tritt und Schritt.

6. Doch als des Herzogs AugeIn Todesnöten brach,

Der Löwe still und traurigBei seinem Freunde lag.

7. Vergebens fing den LöwenMan in den Käfig ein;

Er brach die Eisenstäbe,

Beim Herren mußt er sein!

8. Beim Herzog ruht der Löwe,

Hält jeden andern fern,

Doch nach drei Tagen fand manTot ihn beim toten Herrn.

9. Drum mit des Herzogs NamenGeht stolz Jahrhundert langDer Löwe. wie im Leben,

Noch immer seinen Gang.

_ Juli. Musen

Des Deiltschritters Ave.

1.Herr Ott vom Bühl, nun drängt die Not,

Nun zeigt, wie treu ihr's meint!

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