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8. Tertschka fällt; danebenKinsky mit Fluch und Schwur;
Mehr um Tod wie LebenFicht selbst Jllo nur,
Schlägt blindhin in ScherbenSchädel und Flaschen jetzt,
Wie ein Eber im SterbenNoch die Hauer wetzt.
9. Licht und Fackel kommen,
Geben düstern Schein;
Ineinander verschwommenBlinken Blut und Wein;
Überall im SaaleLeichen in buntem Gemisch;
Stumm vor seinem Mahle,
Sitzt der Tod am Tisch.
10. Buttler aber, wie WetterDonnert jetzt: „Laßt sie ruhn!
Das sind erst die Blätter,
An die Wurzel nun!"
Bald in des Schlosses FerneHört man's krachen und schrein; —
Schau nicht in die Sterne,
Rette dich, Wollenstem!
T>>. Fontäne.
Der alte Derffling.
1. Es haben alle StändeSo ihren Degenwert,
Und selbst in SchneiderhändeKam einst das Hcldenschwert;Drum jeder, der da zünftigMit Nadel und mit Scher',Der mache jetzt und künftigVor Derffling sein Honneur.
2. In seinen jungen TagenWar das ein Schneiderblut,Doch möcht' ihm nicht behagenSo Zwirn wie Fingerhnt;
Und wenn er als Geselle
So saß und fädelt' ein,
Schien ihm die SchneiderhölleDie Hölle selbst zu sein.