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Grundriss der Weltgeschichte für höhere Lehranstalten / von J. C. Andrä
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Erbin von Spanien (Jo Hanna, der Tochter Ferdinands des Katholischen,Z 92, IV.) und die Verlobung seines Enkels Ferdinand mit der Schwester(Anna) des kinderlosen Königs von Böhmen und Ungarn.

Die zehn Kreise (s. Karte IX).

1. Der obersächsische Kreis umfaßte die Kurfürstentümer Sachsen-Witten-berg und Brandenburg, die Herzogtümer Pommern, die Landgrafschaft Thü-ringen, die Fürstentümer Anhalt rc.

2. Zum niedersächsischen Kreise gehörten das Herzogtum Mecklenburg,Braunschweig, Lüneburg, die Grafschaft Sachsen-Lauenburg, Holstein, die Erz-bistümer Magdeburg und Bremen, 3 Bistümer, 6 Reichsstädte.

3. Zum westfälischen Kreise gehörten das Bistum Lüttich, die GrafschaftJülich, Kleve, Berg, Mark, Ravensberg (1511 vereinigt), die Reichsstädte Kölnund Aachen, das Bistum Münster rc.

4. Der kurrheinische Kreis umfaßte die Pfalz und die drei geist-lichen Kurfürstentümer Mainz, Trier und Köln.

5. Im oberrheinischen Kreise lagen das Herzogtum Lothringen, dieLandgrafschaft Hessen, die Bistümer Basel, Straßburg, Speier, Worms, Metz,Toul, Verdun, das Kloster Fulda.

6. Zum schwäbischen Kreise gehörten das Herzogtum Württemberg, dieMarkgrafschaft Baden, die Reichsstädte Augsburg, Ulm und viele anders, dieBistümer Augsburg, Konstanz.

7. Der fränkische Kreis enthielt die Markgrafschaften Anspach und Bai-reuth, die Bistümer Würzburg, Bamberg, die Reichsstadt Nürnberg rc.

8. Der bayerische Kreis umfaßte das Herzogtum Bayern, die Oberpfalz,die Bistümer Salzburg, Passau, Regensburg, Freising.

9. Im österreichischen Kreise lagen die Herzogtümer Österreich, Steier-mark, Kärnten, Krain und die Grafschaft Tirol.

10. Zum burgundischen Kreise gehörten die Herzogtümer Luxemburg,Brabant, Geldern, die Grafschaften Flandern, Holland und die illraneko enmts.

Die schweizerische Eidgenossenschaft. Obgleich Kaiser Heinrich vil. die(schon von Adolf von Nassau anerkannte) Reichsunmittelbarkeit den WaldstättenSchwyz, Uri und Unterwalden von neuem bestätigt hatte, machte doch das, Haus Habsburg (Österreich) wiederholte Versuche, dieselben wieder (s. Z 89,3)zu unterwerfen. Aber in der Schlacht am Morgarten (1315) schlugen sieFriedrichs des Schönen Bruder, den Herzog Leopold I. von Österreich, mit seinerschweren Reiterei. Ihr Bund vergrößerte sich durch den Beitritt von Luzern,Zürich, Glarus, Zug und Bern und bildete nun die Eidgenossenschaft deracht alten Orte. In der Schlacht bei Sempach (1386) siegten die Eid-genossen (denen Arnold Winkelried von Stanz durch Selbstaufopferung.eine Gasse machte") über Leopold III. von Österreich, und später eroberten siedie Habsburgischen Güter im Aargau. Nachdem sie auch Karl den Kühnen (beiGrandson, Murten und Ranzig) geschlagen hatten (Z 91, 3, Anm.), schloffen sichneue Orte der Eidgenossenschaft an. Kaiser Maximilians Versuch, die Schweizerdem Reichskammergerichte zu unterwerfen, mißlang, und seitdem kann man sie