Band 
Erster Kursus.
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Achilles 1200 vor Chr.

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Ruhm und Beute zu erkämpfen, zu gemeinsamen Kriegszügen. Unter diesenist vor allem der Trojanische* Krieg, um 1200 vor Chr., denkwürdig.

Als Peleus, ein König in Thessalien*, seine Vermählung mit der HochzeitMeergöttin Thetis feierte, waren alle Götter und Göttinnen zum Feste des Peleus.eingeladen, nur Eris nicht, die Göttin der Zwietracht. Voll Ingrimm überdiese Zurücksetzung sann sie auf Rache. Während des Festes ließ sie einengoldenen Apfel mit der Aufschrift: „Der Schönsten!" in den Saal rollen.

Kaum aber hatten die Göttinnen den Apfel und seine Aufschrift gesehen,als sich unter ihnen ein Streit erhob. Jede begehrte den Apfel. Am meistenAnsprüche machte jedoch Hera, die Königin des Himmels, dann PallasAthene, die Göttin der Weisheit, und Aphrodite^, die Göttin der Schön-heit. Da keine von ihnen nachgeben wollte, befahl Zeus, daß der Götter-bote? die Göttinnen zu Paris, dem Sohne des trojanischen Königs Pria-mus, führen sollte; dieser möge den Streit schlichten.

Der schöne Königssohn weidete gerade die Herden seines Vaters am Urteil desGebirge Jda', als die drei Göttinnen vor ihm erschienen und ihm die Ur- Paris,fache ihres Streites vortrugen. Eine jede suchte ihn durch Versprechungenzu gewinnen: Hera verhieß ihm, wenn er sie für die Schönste erklären würde,die Herrschaft über die Länder der Erde; Athene versprach ihm den Ruhmeines Weisen unter den Menschen; Aphrodite aber gelobte, ihm Helena, dieschönste Frau der Erde, zu schenken. Dieses Geschenk zog Paris allen übrigenvor; er erklärte Aphrodite für die schönste Göttin und überreichte ihr dengoldenen Apfel. Zum Danke dafür geleitete Aphrodite den Paris nachSparta* in Griechenland, zum Könige Menelaus, der sich mit der schönenHelena vermählt hatte. Menelaus nahm den trojanischen Königssohn Raub dergastfreundlich auf; aber dieser vergalt das Gastrecht schlecht. Denn eines Helena.Tages, als der König abwesend war, entführte er diesem die Gemahlin undentfloh mit ihr nach Troja. Da der König Priamus sich weigerte, die ge-raubte Helena zurückzusenden, so beschlossen die erzürnten Griechenfürsten,die Gewalt der Waffen anzuwenden.

2. Es erhoben sich die Fürsten mit ihren Kriegern aus allen TeilenGriechenlands; selbst von den anliegenden Inseln eilten sie herbei. DerHafen Aulis in Mittelgriechenland, Euböa gegenüber (Karte II.), wurde zumSammelplatz bestimmt. Dahin kamen mit ihren Scharen gezogen Menelaus Dieselbst und sein Bruder Agamemnon, König von Mycene (S. 2 Anm. 2 ),Griechen insowie andere berühmte Helden. Der ausgezeichnetste aller Kämpfer aber warAchilles, der Sohn des Peleus und der Thetis, der an Kühnheit und Ge-wandtheit einem Löwen glich. Dagegen erreichte keiner an Klugheit undErfahrung den Odysseus oder Ulysses, König von Jthaka'. Die Ge-samtheit der Griechen belief sich auf 100 000, und über 1200 Schiffe warenzur Überfahrt nötig. Agamemnon, den mächtigsten König des Landes,wählten die übrigen Fürsten zum Oberanführer, ließen sich aber dadurch vonder Herrschaft über ihre eigenen Völker nichts nehmen.

* Troja oder Jlium, Jlion, Jlios war Stadt und Landschaft an der Nordwest-küste Kleinasiens. — Thessalien, der östlicheTeil des nördlichen Griechenlands. —

Joa, Gebirge, südöstlich von Troja. — Sparta, die Hauptstadt der LandschaftLakonien oder Lacedtimon im südlichen Teile des Peloponnes. — Jthaka, Insel ander Westküste von Hellas, gehört zu den sogenannten Ionischen Inseln. — Vgl. Karte II.

2 Hera, S.3Anm. 2. — Pallas Athene hieß bei den Römern Minerva;Aphrodite ist die Venus der Römer. — Die Griechen nannten den Boten derGötter Hermes, die Römer Merkur; er galt zugleich als Gott der Kaufleute.