Band 
Erster Kursus.
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Leonidas und Themistokles 480 vor Chr.

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des geheimen Einverständnisses mit dein Perserkönig anklagten. Themistoklesrechtfertigte sich zwar freimütig mit den Worten: „Zu herrschen habe ich zwarimmer gestrebt; aber mich beherrschen zu lassen und die Griechen an dieBarbaren hinzugeben, dazu bin ich weder fähig noch geneigt." Dennochließen sich die Athener von seinen Anklägern bereden, Leute auszuschicken, dieihn greifen sollten, wo sie ihn fänden. Themistokles floh; nach langem Um-herirren kam er glücklich nach Asien und fand eine Zuflucht bei dem Perser-könige Artaxerxesst Dieser gab ihm in Kleinasien eine Freistatt. Hierhat er mehrere Jahre gelebt und soll sich endlich vergiftet haben, weil derKönig in ihn drang, die Perser gegen Griechenland zu führen. Aber erwollte lieber sterben, als gegen sein Vaterland fechten.

7. Perikles 444 vor Chr.

l. Perikles 469—420. Der Wiederaufbau Athens. Die Bura: die'.Treppe, dasSäulenthor, der Tempel der Siegesgöttin und die Hallen. Die Bildsäule der Athene,der Parthenon. 8. Der Bildhauer Phidias, die Maler Zeuxis und Parrhasius. DieGymnasien, der Markt, der Hafen. 3. Perikles als Staatsmann und Redner. DiePest in Athen. Der Peloponnesische Krieg 43t—404. Tod des Perikles 429.

1. Das kleine Griechenland war durch die siegreichen Kämpfe mitden Persern reich, mächtig und berühmt geworden, vor allem die StadtAthen. Und ein Mann wieder ist es, an dessen Namen sich nach der Ver-bannung des Themistokles besonders die Erinnerung an Athens Größe undGlanz knüpft: Perikles. Vierzig Jahre lang (409—429) stand er ander Spitze der Athener, und unter seiner Leitung überstrahlte seine Vater-stadt bald alle griechischen Staaten nicht nur durch äußere Macht, sondernauch durch Bildung, Kunst und Wissenschaft.

Perikles ließ Athen aus den Trümmern, in welche es die Perser ge-stürzt, neu erstehen und schmückte seine Vaterstadt mit einer Pracht, daß sieals Königin aller Städte weithin geehrt wurde. Die Wohnungen der Bür-ger waren zwar nur mittelmäßig, denn die republikanische Eifersucht duldetekeinen auszeichnenden Schmuck an Privatgebäuden; um so prachtvoller aberwaren die Tempel, die Gymnasien, Hallen, Theater und andere öffentlicheGebäude. Noch jetzt erregen ihre Trümmer Staunen und Bewunderungund dienen unseren Künstlern zum bildenden Muster.

Die Hauptwerke der Kunst waren auf der Burg, Akropolis (Karte II.,Plan von Athen) genannt, vereinigt. Sie erhob sich auf einem steilen Hügelim nördlichen Teile der Stadt. Eine Treppe mit vielen Stufen, vonweißem Marmor, breiter als unsere breitesten Straßen, führte zu ihr hinauf.War man oben angelangt und wandte den Blick rückwärts, so lag zu denFüßen die große Stadt mit ihrem unendlichen Gewimmel, etwas weiterder Hafen Piräeus mit einem Wald von Blastbäumen und endlich dasMeer mit der Insel Salamis, dahinter in äußerster Ferne die Berge desPcloponnes.—Von jener Treppe weiter gehend, gelangte man in ein Säulen-khor von weißem Marmor mit fünf Durchgängen, die Propyläen genannt;Zstr Rechten schloß sich hieran der Marmortempel der Siegesgöttin, zursinken ein aus mehreren Hallen bestehendes Gebäude, dessen innere Wände

^ >"Artaxerxes (465-424), der Nachfolger des Xerxes, hat in den Büchern

EsraundNehemiadenNamenA rth asastha. Unter ihm führte Esra(458vorChr.)"ne„ zweiten Zug Juden aus Babylon nach Jerusalem, vgl. Esra Kap. 7 fs., undA e hemia, sein Mundschenk, reiste 444 vor Chr. als Statthalter nach Juda, wo ermährend eines zwölfjährigen Aufenthaltes die Mauern Jerusalems baute und mitWeisheit das jüdische Land verwaltete. Vgl. Nehemia Kap. 2 ff.

Wiederauf-bau Athens.

Akropolis.

Propyläen.