Band 
Zweiter Kursus.
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AristodemuS 743—724 vor Chr.

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bald zwei vor allen andern hervor. Das waren Sparta und Athen.

Lykurg hatte 888 jenem eine kriegerische Verfassung gegeben, und die Spar-taner warteten nur auf Gelegenheit, sich mit einem Gegner zu messen. Diesenfanden sie bald in den benachbarten Messenier«

Nachdem kleinere Streitigkeiten vorangegangen waren, nahmen dieSpartaner die Grcnzfcste Amphea weg und entzündeten dadurch den ersten 1. mcsscui-mcssenischen Krieg, der zwanzig Jahre lang (743—724) mit der größten -Ai-!!Erbitterung geführt wurde. 724.

2. Die Mcssenicr verloren durch jenen ungerechten Angriff den Mutnicht. Sie übten sich eifrigst in den Waffen, vergalten Streifzug mit Streif-zug und konnten schon nach fünf Bahren den Spartanern eine blutige Feld-schlacht liefern, in welcher der Sieg unentschieden blieb. Doch neigte sichspäter der Vorteil auf die Seite der Spartaner, weshalb die Messenier ihreBinnenstädtc verließen und sich in die feste Bcrgstadt Jthome * zurückzogen. Jthome.Als sie von hier aus das Orakel um Rat fragten, erhielten sie zur Antwort:

„Weihet eine reine Jungfrau aus königlichem Stamme den Göttern derUnterwelt, und retten werdet ihr Jthome!" Da bot Aristodcmus, der Aristode-spütcre König von Mcssenicn, freiwillig seine Tochter zum Opfer dar. Und '""s.als deren Bräutigam Einwand dagegen erhob, rief der erzürnte Vater: „Ichwill dir zeigen, du Unverschämter, daß dieses Recht mir zusteht!" ergriff einMesser und tötete seine Tochter.

,, Die Spartaner wurden nun mehrmals zurückgeschlagen, zumal seitAristodcmus Herrscher in Mcssenicn geworden war. Dennoch verzagten sienicht und nahmen endlich zur List ihre Zuflucht. Die Messenier hatten nümlich auf neues Befragen vom Orakel die Antwort erhalten: „Dem ist der

Landschaften zu einem Ganzen verknüpften. Dahin gehörten besonders die Religion,die Orakel nnv die Nationalspiele:

Die Religion. Die Griechen hatten ihre eigene Schöpfungsgeschichte undverehrten mehrere Götter und Göttinnen. Ihr höchster Gott war Zeus (bei denRömern Jupiter), der Himmel und Erde beherrscht, den Blitz schleudert und denZiegen sendet; seine Gattin Here lJuno); Poseidon (Neptun) war Beherrscherdes Meeres; Pallas Athene (Minerva) die Göttin der Weisheit; Phöbus(Apollo! Gott der Weissagung und Führer der nenn Musen; Artemis (Diana)die Göttin der Jagd; Ares (Mars) der Gott des Krieges; Hcphöstus (Vulkan)der Gott des Feuers; Aphrodite (Venus) die Göttin der weiblichen Schönheit:

Hermes (Merkur) der Götterbote; Hcstia (Vcsta) die Göttin des häuslichenHerdes; Dcmctcr (Ceres) die Göttin des Getreidebaues; verwandt mit ihr Dio-nysos (Bacchus) der Gott des Weines; Hades (Pluto) Herr der Unterwelt;Persephone (Prvserpina) die Gemahlin des Hades. Diese Unsterblichen wohntenauf dem Olymp. Die Sterblichen kamen nach dem Tode als Selige ins Elysinmoder als Verdammte in den Tartarus.

l>. Die Orakel. Unter den Orakeln galt das des Apollo zn Delphi <S. 16) ammeisten. Die Pricstcrin desselben hießPythia. Den Anssprüchcn des Orakels gehorchteman ohne Zögern, weil sie als Winke der Götter galten.

e. Die Nationalspiele. Seit 776 vor Chr. wurden zu Olympia in derLandschaft Elis alle vier Jahre (im Juli) Nationalspiele abgehalten. Sie dauertenfünf Tage und bestanden einesteils in Wagcnlenken, andcrntcils in Wettlaufen, Scheiben-werfen (Diskuswerfen), Springen, Speerwerfen und Ringen. Kampfrichter entschieden,wer bei den einzelnen Übungen den Sieg gewonnen habe. Der Sieger erhielt nureinen Olivcnzwcig, aber dieser Zweig war die höchste Ehre in Griechenland. — Nachden olympischen Spielen bestimmten die Hellenen ihre Zeitrechnung und nanntendaher einen Zeitraum von vier Jahren eine Olympiade.

' Messcnicn) S. 6 Anm. 3. —Jthome, Burg, an deren Südfuß später dieStadt Messcnc gegründet ward.

Spieß u. Bcrlet, Weltgeschichte H. 8. Auflage.

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