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Alte Geschichte.
Sieg beschicken, welcher zuerst hundert Dreifüße um Zeus' Altar in Jthomestellen wird!" Sobald die Spartaner hiervon Kunde erhielte», ließen sieschleunigst hundert Dreifüße aus Thon fertigen und heimlich durch einenkühnen Bürger in den bezeichneten Tempel bringen. Diese That brachte dieMesscnier in große Bestürzung und erzeugte bei ihnen den Glauben an ihrennahen Untergang. Aristodemnö ermordete sich selbst auf dem Grabe seiner ver-geblich geopferten Tochter, und seine Landsleute mußten nach einem letztenverzweifelten Kampfe in offenem Felde die Feste (724) übergeben.
6. Aristomenes: Zweiter messenischer Krieg 645—628 vor Chr.
I. Achtzigjährige Knechtschaft der Messenier. Aristomenes greift an 045; der Schildim Tempel zn Sparta. Tprtäus, Anführer der Spartaner. Der Berg Jra. Aristo-mcnes zu Sparta in die Grube gestürzt; seine Rettung. 2. Jras Fall. Abzug derMessenier. Gründling Messanas (Messiuas) auf Sicilien; Aristomenes stirbt auf Rhodus.
Die übrigen Messenier werden Heloten. Sparta erlangt die Hegemonie 628—477.
1. Fast 80 Jahre ertrugen die Messenier das harte Joch Spartas, dannaber drang die herangewachsene Jugend auf Abfalls denn es schien ihr rühm-licher, kämpfcnd zu sterben, als noch länger unter drückender FremdherrschaftAristomc- zu schmachten. Aristomenes, ein Jüngling aus königlichem Stamm, wurde
nes. die Seele der Empörung. Er versammelte um sich eine Schar Gleichgc-
2. messe- sinnter und griff die Spartaner auf ihrem eigenen Gebiete an (645). Zwarblieb die Schlacht ohne Entscheidung, doch hatte Aristomenes so tapfer ge-' fochten, daß ihm seine Landsleute die Königswürdc antrugen. Diese lehnteer hochherzig ab, nahm aber das Amt eines Oberanführers im Kriege an.Nun faßte er den Plan, durch eine verwegene That den Mut seines Volkesnoch mehr zu entflammen. Er schlich sich bei nächtlicher Weile nach Spartaund stellte in dem Tempel der Athene einen Schild mit der Inschrift auf:„Aristomenes weihet ihn der Göttin als Zeichen des Sieges über die Spartaner."
Einem Gegner von solcher Verwegenheit glaubten die Spartaner einenaußerordentlichen Mann gegenüber stellen zu müssen. Sie befragten deshalbdaö delphische Orakel, und da dieses gebot, sie sollten von Athen sich einenFeldherrn holen, so wandten sie sich dahin und erhielten als Führer den
Tprtäus. lahmen Thrtäus, der wohl ein guter Dichter, aber ein schlechter Kricgs-
mann war. Dessen ungeachtet empfingen ihn die Spartaner wie einen gött-lichen Gesandten und hielten sich unter seiner Anführung für unüberwindlich.
Aristomenes zog hierauf mit allen wehrhaften Messenier» auf den BergJra. , Irai und verschanzte sich da. Bei einem Streifzuge wurde er jedoch ge-fangen genommen; man führte ihn nach Sparta und warf ihn hier mit denanderen Gefangenen in den Abgrund, in welchen man Missethäter zn stürzenpflegte. Ihn allein rettete der breite Schild, der durch Anstoßen an die,Felswand des Sturzes Heftigkeit brach; unversehrt kam er auf dem Bodendes Abgrundes an. Freilich schien er dadurch nur einem gnalvollcren Todaufgespart zu sein. Am dritten Tag aber vernahm er ein Geräusch undentdeckte einen Fuchs, der an den Leichen nagte. Als dieser in seine Nähekam, ergriff er ihn am Schweif und ließ sich so von dem fliehenden Tierebis an die Felsspalte sichren, durch welche man ins Freie gelangte. Er' erweiterte die enge Öffnung und entkam glücklich nach Jra.
Bald darauf schlug er die mit den Spartanern verbündeten Korinther aufsDas Opfer. Haupt und mähte so unter den Feinden, daß er darnach dem Zeus das Opfer' Jra, Bergfeste im Norden Messeuicns.