Pisistratns und seine Söhne 500—510 vor Chr.
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Von nun an regierte Hippias mit solcher Strenge, daß ihm die Hippias'Athener ganz abgeneigt wurden. Endlich belagern sie, von den Spartanern Strenge,unterstützt, die Akropolis (510). Dabei geschah es, daß die Kinder deSHippias, welche der besorgte Vater außer Landes schicken wollte, aufgefangenwurden. Um seine Kinder wieder zu erhalten, schloß HippiaS einen Ver-gleich, vermöge dessen er binnen fünf Tagen das attische Gebiet räumen mußte.
Mit bitterem Grolle ging er nach Kleinasien und von da zu Da rius, demKönige von Pcrsien, welcher seinen Nat auf dem Zuge gegen Griechenlandgern befolgte. Seine vatcrlandsfeindliche Gesinnung büßte der flüchtige HippiasTyrann bei Marathon 490 mit dem Leben. st 490.
0. Perser.
8. Cyrus 558—529 vor Chr.
1. Traum des Astyages. Geburt des Cyrus. Harpagus. Die Rettung; der 12 jäh-rige Cyrus von Astyages wiedererkannt. Des Harpagus Strafe. Cyrus' Erziehung.
Die Empörung. Schlacht bei Pasargadä 558. Cyrus, Herr von Medien und Per-sien. 2. Cyrus unterwirft Lydien (Krösus) 549, die klcinasiatischen Griechen unddas babylonische Reich 538. Die Massagetcn, TomyriS; Tod des Cyrus 529.
1. Die Sage erzählt, dem Astyages, Könige von Medien (S. 3>, Astyages'träumte, anS dem Schoße seiner Tochter Mandane wüchse ein Baum her- Traum,vor, der ganz Asien beschatte. Er befragte deshalb die Traumansleger underhielt als Deutung: „Der Sohn der Mandane würde ganz Asien beherr-schen." Darüber erschrak Astyages so sehr, daß er seine Tochter an keinenangesehenen Weder, sondern an einen armen Perser verheiratete. NachJahresfrist erneuerte sich der Traum und mit ihm die Angst des Königs.
Er ließ daher seine Tochter nach Hofe kommen, und als sie den Eyrns ge- Cyrus'boren hatte, übergab sr das Kind seinem Diener Harpagus mit den, Be- Geburt,fehl, es zu töten. Der Mann gebot wieder einem Ninderhirten, daß er esim Walde aussetze. Der Hirt aber behielt das Knäblein und täuschte durch Rettung,die Leiche seines eigenen Kindes, das gerade gestorben war, den Harpagus.
So wuchs Cyrus unter den Hirten auf. Ungefähr zwölf Jahre alt.wurde er von seinen Kameraden im Spiele zum Könige gewählt, so das; Cyrus alsalle seinen Befehlen folgen mußten. Nur ein Knabe, der Sohn eines an- König,gesehenen Meders, wollte nicht gehorchen und wurde dafür gezüchtigt. Wei-nend lief dieser zum Vater, der Vater zum Könige. Astyages ließ alsbaldden Hirten und dessen Knaben kommen und hielt ihnen die eingegangeneBeschwerde vor. Mutig cutgcgncte Cyrus: „Herr, jenem Knaben ist rechtgeschehen-, ich bin König gewesen und habe ihn für seinen Ungehorsam be-straft." Die kecke Antwort, die ähnlichen Züge und das passende Alterbrachten Astyages auf die Vermutung, Cyrus könne sein Enkel sein. Undder Hirt gestand, da ihm mit der Folter gedroht wurde, alles ein. Nunwurde Harpagus gerufen. Dieser bekannte gleichfalls die Wahrheit, woraufAstyages mit verstellter Freundlichkeit hinzusetzte: „Weil das Glück alles sogut gewendet, so will ich heute Abend ein Freudenmahl geben. Auch du,
Harpagus, sollst da mein Gast sein; zuvor schicke aber dein Söhnchcn her,damit mein Enkel einen Gespielen habe."
Harpagus schickte alsbald seinen Sohn in die Burg; dieser wurde Harpagus'dort getötet und später dem Vater als Speise vorgesetzt. Nach dem Strafe.