Pelopidas und Epaminondas 371 vor Chr.
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ponncscs noch mehr versichern müsse, und zog deshalb mit einem großen Heerebis Tegea Z um von da aus Sparta zu überrumpeln. Schon war ernach einem nächtlichen Marsche bis zum Marktplätze vorgedrungen, da aberhielt ihn die verzweifelte Gegenwehr der Bewohner so lange auf, bis Agcsi-laus mit Truppen herankam, die Thebaner vertrieb und bis Mantinca ' Mantincaverfolgte. Hier kam es zu einer entscheidenden Schlacht (362). Mit Unge- 362.stiim warf sich Epaminondas auf den Feind: die spartanischen Reihen wanken,werden durchbrochen und neigen sich zur Flucht. Da trifft ein feindlicherWurfspieß die Brust des thcbanischcn Führers. Die Ärzte erklären, daßer sterben würde, sobald man das Eisen aus der Wunde ziehe. Epaminon-das ließ es so lange stecken, bis man ihm meldete, der Sieg sei gewonnen.
— Da sprach er: „Ich habe genug gelebt, denn ich sterbe unbesiegt!" Undals seine Freunde wehklagten, daß er dem Staat keinen Sohn hinterlasse,erwiderte er: „Ich hinterlasse euch zwei unsterbliche Töchter, die Schlachten Epaminon-bei Lenktra und Mantinca!" Darauf ließ er das Eisen aus der Wunde ,ziehen und hauchte seine Hcldenseelc aus. ' ' '
4. Nach Epaminondas' Tode sank Theben schnell von seiner Höhe.
Ganz Griechenland war durch die inneren Kämpfe entkräftet, und die ordnen-den Hanptstaatcn, Sparta, Athen und Theben, standen gleich geschwächteinander gegenüber. Diese Ohnmacht benutzte Philipp, der schlaue König vonMaccdonien, um Griechenland seiner Macht zu unterwerfen. Zwar warnteDcmosthcncs, der größte Redner des Altertums, seine Landslcnte vordemehrgeizigen Nachbar; umsonst — Griechenland verlor durch die Schlacht beiChäronca r (338) seine Freiheit an Maccdonien. Philipps Sohn, Ale- Chärvneaxander der Große (336 — 323), führte die Griechen mit seinen Macedo- 333.nicrn gegen das persische Reich, warf daS morsche Gebäude in Trümmerund gründete weithin über Asien, Afrika und Europa ein neues makedoni-sches Weltreich. Allein die Dauer des Reiches war nur an das Daseinseines Stifters geknüpft; es fiel auseinander, sobald die mächtige Hand fehlte,welche so verschiedenartige Bestandteile zu einem Ganzen verbunden hatte. Baldnach Alexanders Tode (323) entstanden daraus drei Reiche: das syrischein Asien, das ägyptische in Afrika und das makedonische in Europa.
Mit dem letzten blieb Griechenland verbunden, und mit ihm kam eS nachder Zerstörung Korinths (146 vor Chr.) unter die Herrschaft der Römer.
L. Römer'.
12. Numa Pompilius 715—672 vor Chr.
(Geographisches von Italien). Romnlus 753—716. Zwischenrcich 716—715.
2. Nnma Pompilius 7l5—672, Sabiner, friedlich; ordnet den Gottesdienst; erselbst Obcrpricster; vier vestalische Jungfrauen, der JannStcmpeli Ackerbau, Grenz-steine, Kalender von 12 Mondmonatcn. Nymphe Egeria. 43 Jahre des Friedens:der Janustcmpel geschlossen.
- Tegea, Stadt in Arkadien. — Mantinca, Stadt in Arkadien. — Chä-ronca, Stadt in Böoticn, nordwestlich von Theben.
2 Italien, die Heimat der Römer, wird in der alten Geschichte in drei Teile geteilt:
Obcritalien (6»Ma oisayimch, die fruchtbare vom Po (Padns) durchströmteTiefebene, enthielt: 1. Gallien jenseits des Po. 2. Gallien diesseits desPo. 3. Liguricn. 4. Benetien.
Mittclitalien enthielt an der Westküste: 1. Etruricn. (Die Etruskerwaren vor Auftreten der Römer das gebildetste Bolk in Italien und wirkten nachher