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Zweiter Kursus.
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Hofcr, Schilt und Braunschwcig 1809.

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aus (28. April 1809) ohne Borwissen des Königs mit seinem Husarenrcgimentdurch Ober- und Niedersachscn. Bald aber wurde er genötigt, sich nachOsten zu ziehen. Und bei der Verteidigung von Stralsnnd i fand er, seinemWahlspruche getreu: „Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohneEnde," mitten im Kampfgewiihle seinen Tod (31. Mai). Der Nest seiner SchiltSchar wurde gefangen genommen: die Offiziere derselben ließ Napoleon (zu 1" 1809.Wesel pi erschießen, die Gemeinen mußten ihr Beginnen auf der Galeere büßen.

Glücklicher war Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschwcig, Wilhelm v.jüngster Sohn dessen, der bei Anerstadt Anführer der Preußen (S. 200 Anm. 4.) Braun-war. Im Frühjahr 1809 sammelte er an der schlcsisch-böhmischen Grenze ein igMFreikorps von 1800 Mann, „das schwarze Korps" genannt, lauter verwegeneGesellen, die alsSinnbild ihresRachckricges einen Totenkopf an dcrMütze trugen.

Mit dieser Schar beunruhigte er anfangs die nach Österreich ziehenden Fran-zosen; als er aber hörte, daß Franz I. (S. 198 Anm. 1.) nach der Schlachtbei Wagram mit Napoleon einen Waffenstillstand (zu ZnainG, 12. Juli1809) geschloffen habe, dachte er auf seinen Rückzug. Er schlug sich mitseinen Tapferen einen Weg von 500 Kilometern mitten durch feindliche Haufenhindurch, ging über Leipzig nach seinem Land Braunschwcig und gelangteglücklich an die Nordsee. Hier schiffte er sich (7. August) nach England ein,das den wclfischen Helden mit freudigem Erstaunen empfing (S. 207 Anm. 2.).

Wie wenig auch diese Männer erreichten, so haben sie doch nicht umsonstgckämpft und gelitten. Sie waren die Vertreter des verletzten National-gefühlS, des Grimmes, welcher die Edeln des unterdrückten Deutschlands da-mals beseelte, die Vorboten und Sturmvögel der Freiheit, die nicht ausbleibt,wenn ein großes Volk eines Sinnes, Gott vertrauend und kein Opferscheuend, sich für dieselbe mutig waffnet und ritterlich schlägt.

56. Deutschland: der Befreiungskrieg 1813 bis 1815.

Fürst Micher von Wahlstatt.

1. Untergang der französischen Armee in Rußland 1812. Wiedergeburt Preußen«.

Königin Luise. Scharnhorst. Aufruf Friedrich Wilhelm des 111. au sein Volk am 17.

März 1813. 2. Blücher erst in schwedischen (1757), dann in preußischen Diensten,1730). Abschied (1773). Blücher als Landwirt; seine Wiedcranstellniig ,1787) durchFriedrich Wilhelm den 11.; Fcldzug von 1792—1793. Blücher Gcnerallicntcnant1801. Anerstadt und Lübeck 1803. Entlassung 18l2. 3. Blücher Oberbefehlshaberder preußische» Truppen 1813. Schlachten bei Großgörschen und Bautzcn (Schlachtenbei Dresden Großbccren, Kulm und Dennewitz). Sieg an der Katzbach; Bölker-schlacht bei Leipzig 13. »iid 18. Oktober 1813. Blücher Feldmarschall. 4. Rückzugder Franzosen (Hanau). Die Verbündeten über den Rhein (Rcnjahrsiiacht 1814).

Brienne 24. Januar. La Nothitre 1. Februar. Laon 9. März. Die Verbündeten gegenParis. Erster Pariser Friede 30. Mai 1814. Blücher, Fürst von Wahlstatt. Blücher inEngland; in Berlin. 5. Napoleons Flucht von Elba 1815. Dessen Achtserklärung.

Blücher und Wellington in den Niederlanden. QnatrebaS »nd Ligny 13. Juni.

Waterloo 18. Juni. Die Verbündeten in Paris 7. Juli. Zweiter Pariser Friede20. November 1815. 6. Blüchers Tod (1819) und Persönlichkeit.

1. Das brennende Moskau (14.—20. September 1812) war derScheiterhaufen der Macht und Größe Napoleons. Auf den, Rückzug anS dem Rückm-russischcn Reiche verlor er durch Kampf und Kälte sein zahlreiches, trefflich aus Rnß-gcrüstetes Heer 2 . Wie Lcrxes einst, der Führer von Millionen, aus Griechen- land.

' Stralsnnd, S. 183 Anm. 1. — Wesel, Stadt in der Rheinprovinz, ander Mündung der Lippe in den Rhein. — Znaim, Stadt im südwestliche» Mähren.

^ Im Anfange des Jahres 1813 sollen auf russischem Boden allein noch 300 000menschliche Leichname und 130 000 tote Pferde verbrannt worden sei».