Band 
Zweiter Kursus.
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Deutschland in den Jahren 1851—1871.

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norddeutschen Bundes durch die Regierungen und den Reichstag für ange-nommen erklären."

IV. Der deutsch-französische Krieg 187V-1871.

1. Die Kriegserklärung Frankreichs, 19. Juli 1870. Das einige Deutschland. Wei-ßenburg. Wörth. Spicheren. Lolombey-Nouilly. Bionville-Mars la Tour undGravelotte-St. Piivat. Bazaine in Metz. Bcaumont und Sedan. Frankreich Re-publik. Die Deutschen vor Paris. Fall von Straßburg und Metz. 2. Die nationaleVerteidigung: a. Nordarmee: Amicus, St. Quentin b. Wcharmre: Artenay,

Orleaus, Beaune la Rolande, le Mans. e. Südarmee: Dijon, Nuits, Hsricourt,

Pontarlicr. Fall von Belfort. 3. Belagerung von Paris: St. Cloud, le Bourgct.Bombardement. Besetzung des Mont Avron Schlacht vor Paris. Waffenstillstand.Friedensbcdingungen. Friede. Einzug der Deutschen in Paris. Der Pariser Auf-stand. 4. Frankreich nach dem Kriege. Das deutsche Kaiserreich.

1. Die begonnene Einigung Deutschlands im norddeutschen Bundesollte bald ihre Wetterführung erfahren durch den von Frankreich frevelhaftheraufbeschworenen deutsch-französischen Krieg.

Am 19. Juli 1870 erfolgte die Kriegserklärung des französischenKaisers und seines Volkes. Da standen die Stämme Nord- und Süddeutsch-lands zusammen wie ein Mann gegen die gemeinsame Gefahr. Dank derin den Jahren vorher getroffenen Hcereseinrichtung hatten die deutschenArmeen schon im Anfang August unter der Führung des greisen KönigsWilhelni Frankreichs Grenze erreicht und trugen dem Feind den Krieg indas eigene Land. Am 4. August wurden die Franzosen bei Weißenburg' Weißen-und am 6. August bei Wörth ^ von der Hl. deutschen Armee, befehligt vondem Kronprinzen von Preußen (S. 234 Anm. 2.), völlig besiegt. Damitwar der Widerstand der einen französischen Armee auf längere Zeit gebrochen,so daß der Kronprinz von seinen, Heere die badische Division abzweigen konnte,um das feste Straßburg (9. August) einschließen und belagern zu lasten.

Am Siegestag von Wörth (6. August) bahnte sich die II, deutscheArmee unter dem Prinzen Friedrich Karl (S. 239 Anm. 2.) durch dieZurückwcrfung der Franzosen auf den Höhen von Spicheren bei Saar- Spicheren.brücken r den Weg auf die Festung Metzch wo ein zweites Heer der Fran-zosen stand. Während dieses durch die Angriffe der I. Armee unter General ^mbev-».Steinmetz am 14. August bei Colombey-Nouilly r festgehalten wurde, Nouilly^'ward es von der II. Armee umgangen und ihn, dann am 16. August der Njonville-Rückzug nach Chalons > durch die Schlacht bei Vionville- Mars la Mars l/Tour^ verlegt. Zwei Tage darauf (18. August) zwang sogar die blutige Tour.

des Königs von Preußen. Der Kieler Hafen und der Jadebusen (S. 233 Anm. 2.j sindBundeskriegshäfen. Die Flagge der Kriegs- und Handelsmarine ist schwarz-wciß-rot.

Jeder Norddeutsche ist wehrpflichtig und kann sich i» der Ausübung dieser Pflicht nichtvertreten lassen. Zur Bestreitung der Ausgaben dienen die a»S den Zöllen, den indirektenSteuern und dem Post- und Telegraphenwesen fließenden Einnahmen. Insoweit dieAusgaben dadurch nicht gedeckt werden, sind dieselben durch Beiträge der einzelnenBundcsstaaten nach Maßgabe ihrer Bevölkerung tz.Matrikularbeiträgc") aufzubringen.

Alte Einnahmen und Ausgaben des Bundes müssen für jedes Jahr veranschlagt unddem Bundesrat und Reichstag zur Bewilligung vorgelegt werden."

' Weißenburg, Stadt an der Nordgrenze des Elsaß. — Wörth, Städtchensüdlich von Weißenburg. — Saarbrücken, Stadt in der Rhcinproviuz an der Saardamals unweit der französischen Grenze. Südlich von der Stadt sind die Höhen vonSpicheren. — Metz, S. 174 Anm. I. — Colombey-Nouilly, Dorf östlichvon Metz. — Lhalons, Stadt an der Marne, westlich von Metz. — Vionville undMars la Tour, Dörfer an der Straße von Metz nach Verdun.

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