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ZO Erstes Buch: Die französische Revolution und die Neugestaltung Europas. Z 13-
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die Dekrete gegen die unbeeidigten Priester und für die Berufung der r a
Föderierten zu bestätigen. Auch hier blieb Ludwig standhaft. Er trotzte un
mehrere Stunden lang allen Gefahren und Drohungen und ertrug mit Ich
dem Mute eines Märtyrers den Hohn des Pöbels, der ihm sogar die der
rote Jakobinermütze aufsetzte und aus einer Flasche zu trinken gab. Die M
etwas verspätete Ankunft Petions mit der Bürgergarde befreite ihnendlich aus der entsetzlichen Lage. Dieser Auftritt erfüllte alle, die vx,
noch einige Achtung vor Gesetzlichkeit und Ordnung hatten, mit Ent- tei
rüstung und bewog Lafahette, der sich seit Auflösung der konstituierenden wc
Versammlung bei der Nordarmee befand, eigenmächtig nach Paris zu be-reisen, um die verachtete Verfassung zu beschützen, die Urheber des Frevels mi
zur Strafe zu ziehen und den König zu retten. Aber teils die Abneigung Si
der Königin gegen den „Bürgergeneral", teils seine eigene Unschlüssigkeit Si
machten den Plan scheitern. Er kehrte zur Nordarmee zurück, verfolgt F
von dem Haß und dem Mißtrauen der Jakobiner. ar
Hatte der König durch die Pöbelexzesse in den Tuilerien bei den de
Besseren an Ansehen gewonnen, so beförderten die verkehrten Schritte der vr
Emigranten und die Hosfahrt der feindlichen Anführer die Absichten der P
^Krieges^ Republikaner. Der Krieg war endlich ausgebrochen, zum großen Jubel so
der preußischen Offiziere, die von dem „militärischen Spaziergang", wie ge
sie den französischen Feldzug ansahen, sich leichte Mühe und schönen de
Gewinn versprachen. Unter der Anführung des Herzogs Ferdinandvon S
Braunschweig, der, in der Schule Friedrichs des Großen gebildet und A
von dem Glanz der Siege des Siebenjährigen Krieges mitverherrlicht, bei a>
den Zeitgenossen im höchsten Ansehen stand, rückte eine preußische, durch so
eine Abteilung Hessen verstärkte Armee in Lothringen ein. Das öfter- E
reichische, von Clairfait kommandierte Heer war ihm untergeordnet, u
und 12000 Emigranten, die sich anschlössen, brannten vor Begierde, g
das „Advokatenregiment" zu stürzen und Rache an ihren Widersachern E
zu nehmen. Bei seinem Aufbruch erließ der Herzog ein von einem n
W. Jun i?s 2 Emigranten entworfenes, höchst ungeschicktes Kriegsmanifest. Es war erfüllt di
von beleidigenden Drohungen gegen die Gesetzgebende Versammlung, die ü
Stadt Paris, die Nationalgarde und alle der Neuerung ergebenen Franzosen, st
wenn dem König noch ferner Zwang oder Gewalt angetan würde; solltensich aber die Bewohner von Paris unterwürfig zeigen und ihr Unrecht v
bereuen, so würden Ihre Kaiserlichen und Königlichen Majestäten nach dem T
Einzüge des Heeres in die Hauptstadt sich bei König Ludwig verwenden, Ä
daß er ihnen ihre Verirrungen verzeihe. Diese hochmütige Sprache machte 6auf das französische Volk einen sehr schlechten Eindruck. d
Die Bewegungspartei hatte den Beschluß der Gesetzgebenden Ver- ^
sammlung, „das Vaterland sei in Gefahr", benutzt, um zur Zeit des zweiten r
Bastillensestes aus Marseille, Brest und andern Seestädten Scharen des ver- b
worfensten Pöbels, selbst Galeerensklaven nach Paris zu berufen und in allen d
Städten und Dürfen eine neue Militärmacht zu gründen; jetzt errichteten d
die Jakobiner ein Aufstandskomitee und bearbeiteten die handfesten Be- ^
wohner der Vorstädte für den großen Sturm gegen das Königtum- °
Sturm auf Am 10. August erschallte um Mitternacht die Sturmglocke. Der Auswurf l
^iv^Aug^" der Seestädte, an ihrer Spitze Danton und Kamille Desmoulins, und !
der Pariser Pöbel, von Westermann und Santerre geführt, rückten zuerstgegen das Rathaus, um einen neuen, aus den furchtbarsten Demokraten