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Z 11- Erstes Kapitel: Die Revolution bis zur Erklärung der Republik. 31
wie Chaumette, Hebert, Billaud-Varennes u. bestehenden GemetNbe-rat einzusetzen, ehe sie den Sturrn gegen dre von 900 Lchwerzernund der Pariser Nativnatgarde unter Mandats Führung verteidigtenTuilerien unternahm. Der neue Gemeinderat ließ den rechtlichen Manda ,der entschlossen war, mit der Nationalgarde die immer drohender andringenMasse gewaltsam zurückzudrängen, zu sich bescheiden und auf dem Wegermorden, worauf die Nationälgarden, ungewiß, was zuverstimmt über die vielen im Schlosse anwesenden Edelleute, sich groß e -teils zerstreuten. Immer drohender wurde die Volksmenge; Kanonwaren aus das Schloß gerichtet; laut verlangte das Volk dre b-utsetzu gdes Königs. Da ließ sich Ludwig von dem Syndikus Röderer berede ,mit seiner Familie in dem Sitzungssaals der Gesetzgebenden Versammln gSchutz zu suchen. Sechzehn Stunden brachten sie hier m eurer engSeitenloge zu, indes durch die Vertreter der Nation „dre Krone ^ oFrankreich vor den Augen des Königs zerbrochen wurde" und das ^oaußen die letzten Verfechter des ThroneS hinmvrdete. Kaum hatte nanrlrcyder König das Schloß verlassen, so drang die wogende Menge heftigervor; die Schweizergarde leistete tapferen Widerstand und wahrte dre Ern-gänge des Schlosses. Als der Donner des Geschützes in der nahen Ver-sammlung gehört wurde, zwangen die erzürnten Deputierten den ern-geschüchterten König, seinen Truppen das Feuern zu untersagen. Sobald nunder Pöbel merkte, daß die feindlichen Gewehre ruhten. erstürmte er dasSchloß, mordete die Anwesenden und zerstörte allen Hausrat. Tausende vonMenschen, darunter 750 Schweizer, blieben im Kampfe oder fielen nachherals Opfer der Volkswut. Mittlerweile faßte die Gesetzgebende Ver-sammlung auf Vergniauds Antrag den Beschluß, „dre königliche ^Gewalt zu suspendieren, den König mit seiner Familieunter Aufsicht zu stellen, dem Prinzen einen Erzieher zugeben und einen Nationalkonvent einzuberufen", von dessenEntscheidung die künftige Verfassung Frankreichs ausgehen sollte. Baldumfing der Temple, ein von den Tempelherren erbautes festes Schloß,die königliche Familie als Gefangene. Von den Wächtern mit Kränkungenüberhäuft, aus das strengste von dem Verkehr mit der Außenwelt abge-schnitten, verlebte sie hier bittere, kummervolle Tage, bis der Tod sie erlöste.
8 14. Die Septembertage. Nach der Suspension des Königs wurdevon der Gesetzgebenden Versammlung, die bis zu der Beendigung derWahlen für den Konvent das Regiment in der Hand behielt, ein neuesMinisterium ernannt. Die früheren Girondistenminister (Roland, Servan,
Claviere) und der Mathematiker Monge waren in ihm vertreten; aberdie Seele desselben war Danton als Justizminister. Er und der neueAK'^K'Gemeinderat von Paris teilten sich nunmehr in die Macht. Der Gemeinde-rat ließ die Polizei der Hauptstadt durch Pikenmänner verwalten, undbald waren alle Kerker mit Verdächtigen und Aristokraten gefüllt. Gestützt aufdie Macht der städtischen Verwaltung, welcher Maral als Zeitungsschreiberdiente, führte nun Danton seine Schreckensmaßregeln aus. Der ersteStreich traf die eidweigernden Priester, die teils des Landes verwiesenoder deportiert, teils (zu Hunderten) in den Klöstern und Kerkern durchgedungene Mörder niedergemacht wurden. Die Nachrichten von den Fort-schritten der Verbündeten — diese hatten am 23. August Longwy, am2- September Verdun genommen (H 15) — erhöhten die Furcht vor einer