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Krieg amRheine
8 15. Erstes Kapitel: Die Revolution bis zur Erklärung der Republik. 33
Ivurde nicht benutzt, und die viel genannte „Kanonade" lief ohne Ergebnisaus. Ferdinand von Braunschweig gab den Plan eines weiteren Vor-dringens auf. Nach sechstägigen, fruchtlosen Verhandlungen, die Dumouriezbenutzte, um zwischen Preußen und Österreich Mißtrauen und UneinigkeitA erzeugen, traten die Deutschen, entmutigt und entkräftigt durch dieschlechte Witterung und Verpflegung, durch Hunger und Ruhr, den Rück-zug an, ohne von den Feinden verfolgt zu werden. So endigte der Zu-sammenstoß bei Valmh zum Vorteil der Franzosen und führte eine fürdie Geschicke Europas entscheidende Wendung herbei. Aber die Verteidigungms Thermophlenpasses", wie die Franzosen großsprecherisch das ArgonnerGehölz nannten, war kein Heldenkamps gewesen.
. Nach dem Abzug der preußischen Truppen wandte sich Dumouriez gegendas österreichische Heer in Belgien, gewann die Schlacht bei J emapp es«. Nov. i?Rund eroberte nicht allein die österreichischen Niederlande mit Lüttich, sondernemachtigte sich auch der Grenzfestungen gegen Holland und bedrohte diesZint ähnlichem Schicksal. Ebenso rasch und glänzend waren diet>er französischen Armee gegen das Königreich Sardinien, daswovi/" »finden Frankreichs angeschlossen hatte. Savoyen und Nizzadichter Mühe erobert und gleich Belgien als neue Departe-französischen Staate einverleibt.
-sticht minder siegreich waren die Franzosen in den mittleren Rhein-Agewesen. Hier hatte der Husarengeneral Custine mit einem--.E" Hstere sich bei der Schwäche der geistlichen Fürsten ohne Mühe derii ^p^r, Worms und Mainz bemächtigt und sogar Frankfurt besetzt.Untertanen der deutschen Grenzländer, von unbilligen Steuern, vonFeudallasten schwer gedrückt, empfingen die Fremdlinge,i,.„b urrder Menschenrechte und einen Zustand von FreiheitRn ^ verhießen, mit lauter oder stiller Freude. Die lebhafte
don Maiuz, vorn Kurfürsten, von den Domherren und^ . ,?bl verlassen und sich nach Befreiung von dem geistlichen Regi-' wurde leicht zum Anschluß an Frankreich und zur Er-bewoaen republikanischen Verfassung und eines Jakobinerklubshikslose und schlechtbefestigte Stadt von dem mutlosenden Ni-Upn Mandanten Ghmnich und dem Oberstleutnant Eickemeyer, dernmi- riden Franzosen Vertragsweise übergeben worden^.r Wck"üm!-akr"" °°" Mainz- i-,and sich auch Gurg Forste,,
^de>> öpi- ^ Mann von hochfliegendem Geiste, beseelt von der
viin ^ie diele andre deutsche Professoren und Gelehrte
mo^/^n Weltbürgersinn angesteckt". Von Mainz aus
der^Mpii^ über den Rhein und brandschatzte die Gegend
Trillion , "a und der Lahn, bis er durch die Tapferkeit der hessischeniilü Frankfurts eine Niederlage erlitt, die ihn nötigte, 2. D-M.
ki-äsi^-> M Castel zu beschränken. Dieser Sieg war die einzige
klälri^ O^A^tat im ganzen Feldzug des Jahres 1792. Derselbe warka,?- Na. Inzwischen war eine völlige Verschiebung der politischen
Frankreichs^ angetreten, hervorgerufen besonders durch die Ereignisse
i 21. Okt. 1192
IN
;°b-r-8aldamus, Weltgeschichte, 21. Auf!. IV.