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Vierter Band.
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185
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Erstes Kapitel: Literatur (die außerdeutsche bis zum Ende des Jahrhunderts).

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llshalten, die in Anlehnung an Gedanken von William Blak es zunächst für die Malerei eine ^Blakes ^Wiedergeburt zur Einfachheit, Natürlichkeit und Wahrheit von der Rückkehr zur Kunst ^^^ 2 ,^affaels, Dürers, Michelangelos und somit zur Frührenaissauce, ja zur Gotik erhofften. Aufie Dichtkunst wandte diese Lehren zuerst Rosetti an, dessen Sonette, Balladen in vor-uehmer Form und voll Empfindung nur zu den Kreisen gesinuungsverwandter Leser ^ "brechen. Schon diese Beschränkung auf den Anteil Eingeweihter, rein ästhetisch Ge-nießender verrät, wie viel Gekünsteltes, Unnatürliches bei diesem Streben nach Natur unter-es- Die nächste Stufe seiner Entwicklung bezeichnet die neupräraffaelitische Schule,ie 8ebogi ok Oulturo (Schule der Verfeinerung), die an Stelle der Ungebundenheit^>d Leidenschaft der Präraffaeliten eine peinlich sorgfältige Behandlung des Verses, größtesternhell und Zartheit des Gefühls verlangte, unleugbare Vorzüge, die freilich zumeist nurM den Preis der Unmittelbarkeit und Originalität dichterischen Empfindens erkauft werden.

Haupt hat die Schule in Matthew Arnold, den seine vielfach rein verstandesmüßige,

^lehrte Art zum „Dichter der Universitäten" gestempelt hat. Der Vater des nicht recht ^ 22 —

mßlichen „mystischen Realismus", Robert Buchanan, ein Schotte, knüpfte in seinem Buchanan

ok üiugs an den deutsch-französischen Krieg an. Seinen Gedanken über Kunstlchlte die werbende Kraft, nicht zuletzt darum, weil neuerdings mit den Salon dichternwiederum französische Einflüsse für England maßgebend werden.

. Dem redlichen Bestreben der dramatischen Dichtung lohnte so wenig

^le anderwärts in England wahre Teilnahme der Nation.

, . Doch sind vor anderen der irische Parlamentsrcdner Richard Lalor Sheil und der Schau-'ststler James Sheridan Knowleszu nennen, der sich sowohl in seinen geschichtlichen Trauer-Iprelen Virginias, Oajus Kraeellus, Dell, VIt'roä tlie 6rsat als auch inseinen Lustspielen, z. B. Hio lovo eliaso, Olä waiäs Shakespeare zum Vorbildehschm. Neben ihnen behaupten ihren Platz Henry Hart Milman mit biblischen Stoffen: sMlman^lsbg, 22 ur, Vull ot llsrnsalsm und dem Trauerspiel Varmo, der Rechts- ^Mehrte Thomas Talfourd mit Tragödien im altgriechischen Stile, wie Ion, Tllststtzaian Ouptive, endlich auch die durch treffliche Bilder aus dem englischen Land-aben bekanntere Miß Mary Mitford mit Uisn^i und anderen Stücken. Als Prä-

Drama

Knowles1789—1862

Shaw

und

naeutisch bezeichnet Bernard Shaw, geboren 1856 zu Dublin, sein Drama 6aiuliäa.

^ gehört zur jüngstenglischen Schule, die in Ibsen ihren Meister verehrt. Shaws geb. 1856,.^Ee, gesammelt unter dem Titel kla/s, plsasuut snä uuplousaut, bekundenHon durch ihre sozialistische Färbung, daß sie für die „freie Bühne", lös inäexenäentboretre, bestimmt sind.

, War so immerhin die literarische Tätigkeit auf lyrischem, epischem und^Avell-banmtischem Gebiet rege und mannigfaltig, so bildete doch die Lieblingslektüregebildeten Klassen die erzählende Dichtung. Dem Romane wandtenoch die bedeutendsten Schriftsteller zu und wußten ihn durch den Reiz der Dar-' Einig und durch die verschiedensten Stoffe aus dem Leben und aus dem Be-uche der Wissenschaft anziehend und lehrreich zn machen. Im geschichtlichen^bnian blieb Walter Scott (A 80) das unerreichte Vorbild.

V Viel gelesen wurde der allzu fruchtbare George P. R. James. Dauerndes Interesse Jamesbm jedoch nur der Amerikaner James Fenimore C 00 per durch die Schilderung der Naturad der Sitten seiner Heimat, durch anschauliche Bilder aus dem Indianer- und Ansiedler- 1789—1851sben, auch durch die glückliche Wahl vaterländischer Stoffe geweckt. Am bekanntesten sindst Romane Tllo 8p/ (Spion), ein Gemälde aus dem amerikanischen Unabhängigkeits-klege, Lyg 'VVutervitell (Wasferhexe) und die Lederstrumpfgeschichten wie llutll-wwr, oj- Nobieuns u. s. w. Unabhängig von Cooper schrieb der Kapitän

ststederick Marryat seine Seeromane. Unter ihm stehen in der langen Reihe eifriger und Marryat^f^bstliger Vertreter dieser Gattung Basil Hall und Charles Wilson und zahlreiche ^'hriftstellerinneu, die mit schnellem Blicke den Geschmack des Tages erkannten, wie Lady"st 8an wegen ihrer irischen Zeit- und Sittenbilder mehr als durch gelungene Reise-Ochreibungen. Das Volks- und Familienleben in all seinen Abstufungen vom Hofe undsi? ^^rr Gesellschaft bis zum Räuber- und Piratentume bilden den unerschöpflichen Stoff0 ? "" zahllosen Romane, mit denen Theodor Hook, Samuel Warren, z. B. im viar/dess^ pll/sieiau (Tagebuch eines verstorbenen Arztes), Ainsworth, Wilkie Collins,joltsame, sinnverwirrende Kunst in Tlls noraan in vllito (Frau in Weiß) gipfelt,

Itv . Kings leh, ein hochkirchlicher Geistlicher, der für seine Kirche mit den Romanenstputia, 'tVostvarcl Lo und TUvo /sars s°o eintrat, wie der Kardinal Wisemander Novelle Vadiola für das Papsttum, Anthony Trollope, der mit Kingsleh