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Vierter Band.
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217
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Zweites Kapitel: Kunst.

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8 97.

Pradier1792—18S2

David

d'Angers

1788-18S6

Auch in Frankreich steht die Plastik anfangs im Zeichen des Klassizismus: Lemots 2 . Frank-Nan i ^"nrichs IV. auf dem Pont-Neuf in Paris, die aus der Bronze des Chaudetschenan gegossen wurde, der einst die Vendömesüule krönte; bald zeigt sich aber mit Anlehnung I7L7—1827^P^va wieder die Liebe zu den verlassenen Stilsormen (Pasous Bacchantin, Chaudets 1763-I8io2 ^bmder König, Bosios Nymphe Salmacis in der Ollaxolts oxpiatoirs) und zu^,?^^cher Darstellung (Rolands Homer), die in Jean Antoine Houdon trotz der I746-I8ISAn Gewandung seiner Gestalten — er hielt sich von seinem zwanzigsten Jahre in^ m auf — zur höchsten Meisterschaft gelangt (S. Bruno in S. Maria degli Angeli in„der würde, wenn es ihm die Ordensregel nicht verböte", Büsten Mirabeaus,

^ "Eus, Rousseaus, Voltaires und Glucks, Statue Voltaires im Thkatre franyais inns). Später, nach der Julirevolution, hebt der Akademiker Jacques Pradier die ver-werte Antike von neuem aus den Schild (Viktorien am Grabmal Napoleons I.), während^ancois Rade in phantastisch bewegten Gestalten (Napoleons Wiedererwachen, im Parkam* 4 etwas überladene, stürmisch erregte Gruppe des Auszugs von 1792 °

van l'Etoile in Paris) stark romantische Neigungen bekundet und zugleich lebens-

M ^ Eharaklergestalten schafft (Denkmal Cavaignacs auf dem Montmartrefriedhof und desatheymtikers Monge in Beaune). Halb Klassizist, halb Romantiker ist Jean David. (Grabgestalten. Philopoemen), bekannt vor allem durch seine zahlreichen Porträt-

o»Z (General Jefserson, Büste Rauchs und Goethes, die letzte für erhöhte Ausstellunggeführt, in der Bibliothek in Weimar). ^

Mit Antonio Canova überkam Italien die führende Stellung in der plastischen ^de^ m Streben nach Anmut und Zierlichkeit gibt den Werken des Künstlers, trotz 1 757-1822li^> Ruchahmung der Alten bei eifrig geübtem Vorarbeiten nach der Natur, etwas Weib-Empfindsames. Seine Zeitgenossen aber wurden vor allem von dem vermeint-Hen großen Zug und der unverfälschten glatten und kalten antiken Formenschönheit hin-ist 8°"' denen er selbst moderne Bildnisgestalten zu umkleiden suchte. Sein Hauptwerkdas Denkmal der Herzogin Maria Christine in der Augustinerkirche in Wien, dasSchüler in seinem eigenen Grabmal (in S. Maria bei Frari in Venedig) getreuh ^"Adeten. Außerdem kennzeichnen seine Kunst Amor und Psyche in Possagno (nicht zu^wechseln mit der affektierten Gruppe, der sogenannten „Spinne", in der Villa Carlotta am^ Statue Napoleons (nackt, im Hofe der Brera in Mailand), Paolinas, derwwester Napoleons (in der Villa Borghese in Rom), und die der Kaiserin Marie Louise.seir? Schülern kommen hier Pompes Marchesi wegen seiner Bildnisgestalten und

Pi-u* "llegorischen Figuren (Grabmal des Grafen Emanuel von Savohen in Turin) und ^ensranider Denerani, der spätere Jünger Thorwaldsens, in Betracht. Unbeeinflußt von i78g-i8ssH EmMchen Richtung bringt Lorenzo Bartolini in seinen Schöpfungen (Denkmal ArwlnnSo b' ^ Bastia auf Corsica und des Fürsten Demidow in Florenz am Fuße von

"^Eniato) eine charakteristische Wiedergabe des Stofflichen zur Geltung. , B-laien

Tb E^lgien vertritt Matthias Kessels die klassizistische Plastik. Girodet-Triofon und '

Er ^ kür den er die Reliefs „Tag" und „Nacht" ausführte, waren seine Lehrmeister. 1784-1838

Ichuf einen heiligen Sebastian, einen Diskuswerfer und eine Szene aus der Sintflut,h . E^wtzdem die Kathedralen und Abteien Englands überreich mit plastischem Schmucke

^ Wurden, kann es sich doch hierin nicht mit dem Festlande messen; ein volles Jahr- '

,T,'ic ^ hindurch behielt ein kraftlos süßlicher Klassizismus die Oberhand. Neben seinemin n^.^°hu Flaxman (Umrißzeichnungen zu Homer und Standbild Nelsons in St. Paulsqev ' r kommen nur noch in Betracht: John Gib son, der von den Zeitgenossen viel- Gibion"pnesene Jünger Canovas (Grabmal der Herzogin von Leicester in Longford, polychrome I79o -1866bet"g^' Alfred Stevens, der sich in allen bildenden Künsten als Meister und Lehrer

(Denkmal Wellingtons in St. Pauls) und die von französischer und italienischer Fowy1 „ bskiuflußten Schöpfer des Albert-Memorial (John Fo l eh u. a.). Als klassizistische 1818—1874^As z noch genannt: Edward Hodges Bailh, Schüler Flaxmans (Statue i 7 W —1867

l-ll°ns für die Säule aus dem Trasalgar Sgüare), Francis Legatt Eh°ntrey (Bronze-statuen von William Pitt) und Richard Westmacott (Statuen von Addfton, PUt, Fox, W-stma-°tt

^°Auch°'di, Plastik der neuen Welt hat sich unter die Herrschaft des Klassizismus """b°ugen müssen, wenn er sich dort auch ein halbes Jahrhundert spater entwickelt a s mEuropa. Neben Hiram Powers, der seine Begeisterung zur Antike ^ Florenz msog i 8 os-i 873griechische Sklavin"), tat sich besonders Horatio Greenough hervor- Er ^5 Lwn kso^Rom unter Thorwaldsen und Tenerani aus und schuf neben einer Reche von ,

^Reiterstatue Washingtons (1843) und andere Kolossalgrnppen sur das Wachrng