Band 
Vierter Band.
Seite
251
JPEG-Download
 

^ Ho. Zweites Kapitel: Die südeurop. Revolutionen n. d. Durchbrechung d. Heil. Allianz.

251

1810

1811

Napoleons Aufforderungen an die Südanrerikaner, den neuen König HAUA"Nbph (H 52 ) und die durch ihn begründete Ordnung der Dinge anzu-" lsonserkennen, fanden in den Kolonien dieselbe Aufnahme wie im Mutter-onde: die jofephinischen Statthalter wurden verjagt und in den meistentädten Junten gebildet, die scheinbar im Namen Ferdinands VII.handelten, aber ihrer Mehrheit nach für die Unabhängigkeit wirkten.

den meisten Orten wurde der Abfall ohne Blutvergießen und Ge-waltsamkeiten durchgeführt, nur in Ouito wurden 28 Patrioten von dermanischen Besatzung niedergehauen und ihre Häuser geplündert, und inMexico erhob sich die eingeborne Bevölkerung unter dem Priester HidalgoSegen Spanier und Kreolen, Mord und Brand in die Nähe der Haupt-nadt tragend, bis auf einem unerwarteten Rückzug der Führer getötet undje Empörung grausam niedergeschlagen wurde. Mit diesem Vorfall warre Losung zum blutigen Bürgerkriege gegeben, so sehr sich auch die folgen-Führer Rayon und Morelos bemühten, die Revolution aus dieserVerwilderung zur Menschlichkeit zurückzurufen. Als die Cortes in Cadixwr Spanien die neue, auf liberalen Grundsätzen beruhende Verfassungentwarfen (Z 55), verlangten die amerikanischen Abgeordneten, welche sichM die Einladung der Versammlung zur Beratung eingesunden hatten,v"ichstellung der Rechte der Kolonien mit dem Mutier-ende, gleiche Vertretung in den Cortes und volle Handelsfreiheit. DieseForderungen, deren Gewährung das politische Übergewicht in die Hände.b? Amerikaner gebracht und dem gewinnreichen Handel von Cadix einenodlichen Stoß versetzt hätte, fanden keine Erhörung. Nicht zufrieden mitm Zugeständnissen, daß alle Rassen gleiche Rechte haben und die altenrschränkungen des Landbaues und der Industrie aufhören sollten, sagtenmw daher die meisten Staaten von der Herrschaft der Cortes los..^o richteten eigene selbständige Regierungen ein, die, wenn auch nichtveralt siegreich, doch lange mit Ehren gegen die spanischen StatthalterFeld behaupteten, und noch größere Erfolge gehabt hätten, wennM die Eifersucht der Städte und die Ortszwietracht hemmend im Wege^standen hätte.

Nach Ferdinands Wiedereinsetzung (Z 55) wären auch die Kolonien vnabAampfllnn Gehorsam zurückgekehrt, hätte nicht der übelberatene König ihnen die^Währung ihrer zeitgemäßen Forderungen versagt und unbedingte Unter-krfung unter seine königliche Gnade verlangt, er, der eben durch die»reuelhaste Verfolgung der Cortesfrennde seinen Haß gegen jede NeuerungErkundete (tz 107). Statt der königlichen Aufforderung nachzukommen,

^ überholten sie ihr Verlangen umRechtsgleichheitmitdemMutter-ande, und als sie abgewiesen wurden, ergriffen sie das Schwert, um sichNa Abhängigkeit von Spanien zu erkämpfen. Ein Krieg auf Tod E-18Mvd Leben begann (Z 111), in dem die Südamerikaner die moralischeNterstützung Nordamerikas und Englands fanden,nin Staaten der Heiligen Allianz blickten mit Entsetzen auf diese Ereig-^I>e und zeigten Lust, auch in Südamerika ihre Macht geltendzumachen. "'"msollten entweder die unbedingte Wiederherstellung der spanischen Herr-du ^ j'ber wenigstens die Aufrechterhaltung des monarchischen Prinzipeszun/ ^ Einsetzung Lourbonischer Prinzen und dachten durch einen KongreßZww zu gelangen. Da trat ihnen der Präsident der Nord-orikanischen Staaten James Monroe mit einer scharfen isii-iW

1811

1814