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Vierter Band.
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254 Drittes Buch: Europa von d. Stiftung d. Heiligen Allianz bis z. Julirevolution. Z 112'

kratisch (Jorkinos), die andere mehr aristokratisch (Escosesos), kämpften um die Herrscht "jene unter dem Banner Santa Annas, diese unter der Führung Bustamentes-

1886 Zum großen Nachteil für die Wohlfahrt des Landes erhielt jene die Oberhand, aber ihre

Unfähigkeit führte Anarchie im Innern und Ohnmacht nach außen herbei. Im Streitemit den Vereinigten Staaten Nordamerikas und mit den Franzosen, welche wegen derErmordung einiger Landsleute Vergeltung nahmen, zeigte sich Santa Anna schwach uswcharakterlos. Er mußte dulden, daß sich wegen der Aufhebung der Sklaverei in MeM183 S Texas von der Föderation lossagte und sich einige Jahre später an die nordamerikaniM

1845 Union anschloß. Santa Anna wurde mehrmals verdrängt, da aber seine Nachfolger nia>

besser waren, so kam er immer wieder in die Höhe. Das mexicanische Staatsleben glUSzuletzt in ein elendes Parteitreiben auf. Ein zweiter Krieg mit den Vereinigten StaatM2 . Fsbr. 1848 endete mit dem Frieden von Guadalupe-Hidalgo, welcher der Union ein Gebiet von 1269Quadratmeilen, nämlich die Staaten Kalifornien, Neu-Mexico und Tamaulipas, Cohahumund Chihuahua überlieferte.

Die z^ch Guatemala errang 1821 seine Selbständigkeit und gründete 1823 mit Honduras,

Zentral-" S. Salvator, Nicaragua, Costarica die Bundesrepublik von Zentralamerika, duamerikas vis 1839 bestand. Während der inneren Parteikümpfe setzten sich die Engländer auf dekOstküste von Honduras in Belize fest, von wo sie das kostbare Mahagoniholz holen UUzugleich die Landenge von Panama überwachen konnten, fanden aber bei weiterem 'schreiten heftigen Widerstand an den republikanischen Staaten Nord- und Südamerikas.

Rigas

1798

2. Griechenlands Freiheitskampf.

§ 112. Die Hetärien und Upsilanti. Wie in Amerika brach auch ^Griechenland die Macht der Heiligen Allianz zusammen. Während die Ver°treter derselben noch auf dem Kongreß in Laibach (Z 108) versammelt war^'erhielt Metternich zu seinem nicht geringen Schrecken die Nachricht von derErhebung der Griechen. Mit ihr kam zugleich die orientalisch^Frage wieder in Fluß.

Durch die französische Revolution und den Handelsverkehr mit Frankreich war sch^um die Wende des Jahrhunderts der Gedanke der Befreiung von dem Türkenjoch geuuund durch Konstantin Rigas (H 94) belebt und verbreitet worden. Er besprach zumin Wien mit Bernadotte, dann mit Bonaparte selbst Pläne zur Befreiung Griechenlands, udie Zeit war noch nicht gekommen. Er wurde gefangen und auf Befehl des Paschas iu .Donau ertränkt, gefeiert von den Nachgeborenen als Vater der griechischen Freiheit uals ihr erster Märtyrer. Auch seine patriotischen Dichtungen gingen nicht unter: WKriegsgesünge, feurig wie die tyrtüischen, erschallten auf den Gebirgen und in den TuUder Halbinsel und gäben der patriotischen Gesinnung Ausdruck und Schwung. Im "ud,1814 wurde dann zu Athen eine Gesellschaft gegründet, die wegen ihrer scheinbar nM "Philomussn wissenschaftliche Ausbildung gerichteten Bestrebungen sich den Namen Hetärie der PsO ^

Capodistrias aus Korsu, damals russischer Bev

mufen (Verein der Busenfreunde) gab. ^-u.s4vvi.si.i.l.u.Ä uu.s vu!nu.i.v

inüchtigter auf dem Kongreß zu Wien, ein kluger, feingebildeter Mann von warmer ^hünglichkeit an sein Volk, wenn auch nicht frei von Ehrgeiz und Selbstsucht, übernahmVorsteherschaft derselben und suchte die Fürsten und Monarchen Europas zum Beitritt ozur Förderung zu bewegen. Gegen Ende desselben Jahres bildete sich auf russischem "

Philik-r in Odessa, eine andere, rein politische Gesellschaft, die Hetärie d er Ph i liker. DieMitgu ,derselben, Männer ohne Namen und Bedeutung, spiegelten nun, um mehr Anhang undtrauen zu finden, den leichtgläubigen Griechen vor, daß sie mit der PhilomusengesellschM .Zusammenhang ständen, und daß die geheime Spitze ihres Bundes der Kaiser dvu °u. ^land sei. Im Jahre 1820 trugen die Philiker die Vorsteherschaft ihres Bundes dem Or ^Capodistrias an, der damals Minister Kaiser Alexanders war. Dieser lehnte ab, *eaber dem Fürsten Ipsilanti zu, die Stelle anzunehmen.

Upstlanti So trat Alexander Dp silanti, ein in russischen Kriegsdiensten stehender EdclM .der Sohn des 1805 von den Türken Hingerichteten Hospodars (Fürsten der MoldauWalachei), an die Spitze der Hetärie. Er gehörte zu der Partei der Fanarioten,aus den Verwaltungsbeamten zu Einfluß gekommenen Aristokratie, die ihren Namen ussi A,hauptsächlich von Griechen bewohnten Stadtteil Konstantinopels (II, Z 383) Fanartürm) erhalten hatte. Sein Vater hatte den Söhnen sterbend die weise Mahnung hiuter

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