l 1. Aug. 1828
MorsaMärz 1821
^ Zweies Kapitel: Die südeurop.Revolutionen u. d. Durchbrechung d.Heil. Aüianz. 255
Er^b^/b "ie, daß die Griechen, um frei zu werden, sich nur auf sich selber stützen müssen.
M ^ der Abmahnungen einsichtiger Freunde, in den Donaufürstentümern loszu-
n>N c;"' überschritt gleich nach dem Tode des Hospodars A. Sontzos den Pruth und erließ,^?^"sveis auf russischen Schutz einen Aufruf an die Hellenen, das türkische Joch ab- ^21St dies Auftreten eines russischen Untertanen sah sich das Kabinett von
§ ^tersburg der Pforte und den europäischen Mächten gegenüber in große VerlegenheitUnd ' Kaiser ließ dem Fürsten durch Capodistrias die strengste Mißbilligung ausdrückenbea ihn aus seinen Diensten. Dieser Schlag wirkte lähmend auf Hpsilanti; er
^ unterhandeln und unsicher hin und her zu ziehen, in seiner Umgebung brachchpsü heilige Schar der Griechen unter der Führung seines Bruders Nikolaus
^PManti wurde in dem Verzweiflungskamps bei Dragätschan, wo sie mit dem Helden-is.AumiWiLeonidas fochten, gänzlich aufgerieben. Hpsilanti verließ heimlich seine Waffen-Und ""d flüchtete nach Österreich. Beinahe sieben Jahre lang wurde er zu Munkaczm. T^seflenstadt in ungroßmütiger Haft gehalten und starb später, da unter veränderten^ ^Euissen auf Kaiser Nikolaus' Verwendung seine Freilassung erfolgte, in Wien an iheil' einer Herzerweiterung. Der Heldenkampf bei Dragatschan und der Fall der
svn^" Schar bewiesen, daß die Griechen von einem andern Geist beseelt seien, als diet, "flehen und italienischen Freiheitsstreiter, wenn auch der Führer Alexander PpsilantiHohen Aufgabe eines Befreiers des Vaterlandes nicht gewachsen war.
2-8 113. Griechenlands Ringen bis znm Fall von Missolunghi.
Tüchtiger für die Sache der Griechen als der Aufstand in den Fürsten-dlern war die Empörung des mächtigen Vasallen der Pforte, AliPaschasJanina (ß 146). Diese ward erst im Jahre 1822 gewaltsam zu BodenUchlagen und nahm bis dahin die Kerntruppen der Türkei in Anspruch.
gleichzeitig mit Alexander Ipsilanti hatte aber auch die Halbinsel»i vrea (Peloponnes) zu den Waffen gegriffen; die griechischen Inseln,
^UMelien und Thessalien folgten ihrem Beispiel. Die Türken schäumten^ Wut und nahmen blutige Rache. Der Patriarch Gregorios von"hstautinopel, das Oberhaupt der griechischen Kirche, wurde nach derWer der Ostermesse verhaftet und wenige Stunden später am Tor derflWriarchenkirche aufgeknüpft. Um dieselbe Zeit erlitten die Metropolitane" Ephesus, Nikomedien und Anchialos in andern Stadtteilen das gleiche^/fleksal. Mitglieder der vornehmsten griechischen Familien starben eines^Waltsamen Todes oder mußten in die Verbannung wandern. DerFanatismus verbreitete sich von der Hauptstadt aus die Provinzen.
dxx Besonders die Greuel, welche in Chios verübt wurden, waren geeignet, das Entsetzenganzen zivilisierten Welt zu erwecken. Diese blühende, glückliche Insel wurde durch diefladr " des Kapudan Pascha in eine Wüste verwandelt. Auf 5000 nur schützte man dieflirk !^* Entflohenen, 23000 wurden ermordet, 47000 an die Douane verkauft. Die^ Usche Flotte wurde aber sofort von der griechischen, welche die drei kleinen Inseln Hydra,hWff" flud Jpsara ausgerüstet hatten, angegriffen, und es gelang dem unerschrockenen!dre gesinnten Branderführer Canaris, das türkische Admiralschiff in die Luft zu
H Mch auf dem Festland waren die Griechen im Vorteil. Die wilden, streitbaren
P. "wten hm Süden Moreas) erhoben sich unter der Anführung ihres angestammten BeysEin die Seele des Kampfes war der alte schlaue Klephtcnhäupt-za , ^siocotronis aus Messenien. Es gelang ihm, die Türken in immer engeren Kreisenschl„r^bhen, bis sie im Mittelpunkt des Peloponneses in Tripolizza vollkommen einge-he waren. Nach dem siegreichen Gefecht von Valtezi fiel die Stadt in die Händeden die nun nach diesem bedeutenden militärischen Erfolg daran denken konnten,
^rund ihrer politischen Unabhängigkeit zu legen.
^aii diadha, unweit vom alten Epidauros, trat am 1. Januar 1822 die erste griechischezm ""E^sammlung unter dem Vorsitz des europäisch gebildeten A. Maurocordatonst,- Dort entwarf man eine Verfassung, welche die Rechte der ausübenden GewaltDz«, ^ßrsüchtig für ein junges Staatswesen, dem Einheit und Stärke not tat, beschränkte.
8reud dpsilanti, der Bruder Alexanders, dessen Ankunft zuerst mit überschwänglichere begrüßt worden war, überwarf sich mit der Nationalversammlung, trat völlig vom
Chios
Erfolge derGriechen
Okt. 1821
GriechischeNationalver-sammlung1. Jan. 1822