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Vierter Band.
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Viertes Kapitel: Frankreich.

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138.

Algier

Abd-el-

Kad6r

Niire^ den äußeren Feind, in Wahrheit aber zur Unterdrückung revolutio-r Bewegungen. Mit unermeßlichen, die Finanzen des Reichs schwer be-18-t« b". kosten wurde das Werk ausgeführt, doch wenige Tage im Februarbet? wie wenig dem Julikönigtum auch die stärksten Festungswerke

konnten.

Toi, schwerer Schlag traf damals die Dynastie Louis Philipps, als sein ältester^ yn Ferdinand Philipp, der beliebte Herzog von Orleans, durch einen^ ^ ""s dem Wagen starb. Da sein Enkel Ludwig Philipp, der Graf von Paris, 13. Ju«der Thronfolger, noch ein Kind war, so wurde für den Fall, daß

i 4 asi dessen Volljährigkeit sterben sollte, durch ein Gesetz die Regent-

2lw der Mutter des Prinzen, Helene von Mecklenburg, sondern seinem

'm, dem wenig beliebten Herzog Louis von Nemours, übertragen,kein n ^ Julikönigtum sonst auch in den internationalen Fragenlin, ^ Deutenden Erfolge zu verzeichnen: durch dieEroberungAlgiersihm ein solcher doch zuteil.

^»ter ^ Besiegung des Deys (H 119) hatten die Franzosen die Eroberung Algiersdffekl Kämpfen fortgesetzt, schon war Oran durch einen Vertrag gewonnen und Bone^ Slurz Karls X. eine Stockung in den Operationen verursachte. Louis PhilippTx. dann den Kampf wieder auf, fand aber an dem Emir Abd-el-Kader einenPlän^ ^ ""st die Römer an Jugurtha (I. Z 208). Schlau und unternehmend, reich angrey and Hilfsmitteln, als Priester (Marabut) und Heerführer mächtig durch sein unbe-Gx.o ss Ansehen bei den Eingebornen und den Fremdlingen, überlegen durch Kenntnis derHeer ^ ""d der Natur der Bewohner, widerstand Abd-el-Kader lange Jahre den französischen^iattb vielen wechselvollen Kämpfen in den Jahren 1834 bis 1837 unter Clauzels

kriitt?Eerschaft, wobei die Franzosen zwei Niederlagen (an der Makta und Tafna)

^^egen aber Maskara, des Emirs Hauptstadt, niederbrannten, gelang es endlichers^ bneral Bugeaud, durch den Frieden an der Tafna den Häuptling zur An-so. Mai 1SS7Äbxx ^2 der Oberherrlichkeit Frankreichs über die Regentschaft Algerien zu bringen.

Ko»i> h*sad die Franzosen nunmehr ihre Streitkräfte nach der östlich gelegenen ProvinzDoy, antine richteten und nach Erstürmung der Hauptstadt, wobei der tapfere General is. Okt. 1887Bol^/v^vt den Heldentod starb, das Land allmählich unter der Leitung des Marschallsbewältigten, unterwarf sich Abd-el-Kader alle arabischen Stämme südlich bis zursteigerte seine Macht zu einer furchtbaren Höhe. Einen von Balee nach demletzlm °.des Eisernen Tores unternommenen Streifzug betrachtete der Emir als eine Vor-der k, Gebiets und begann von neuem den „heiligen Krieg". Die Niederlassungens°däer auf dem offenen Lande wurden überfallen und verwüstet, auf der Metidscha-Kä^.^istrten stch 40000 Araber und streiften bis vor die Tore Algiers, die Frucht aller^Pser verloren: da erhielt Bugeaud das Oberkommando. Im Verein mit dem

er General Lamoricitre gelang es ihm, die Macht Abd-el-Kaders zu brechen, indemder m r Unaufhörliche Streif- und Beutezüge und die bei den Arabern sehr wirksamen Künste,chung die einzelnen Stämme zum Abfall zu bringen suchte und zugleich durch^ternehmungen die Streitkräfte des Emirs aufzureiben und durch Zerstörung seiner'öllsso^n Stützpunkte im Innern (Saida) sein Ansehen zu untergraben und seineListen » öu vernichten trachtete. Nach der zweiten Einnahme MaSkaras sielen die is. Mai 184S

»Uf h ubylenstämme von Abd-el-Kader ab; der Emir selbst sah sich endlich zur Fluchtden ^urokkanische Gebiet genötigt. Aber unerschöpflich an Hilfsmitteln baute er aufÄrst^w?^nshaß der Mohammedaner und auf den Wankelmut der Kabhlenstümme frische^ erschien von neuem am Saum der Wüste und brachte die Araber zur»isch^vng des Kampfes, und als er nach wiederholten Niederlagen abermals auf marokka-^ailret . Schutz suchen mußte, wandte er, wie einst Jugurtha bei Bocchus von?vren, alle Künste an, um den Beherrscher von Marokko zu einem Krieg gegenöv bewegen, und suchte alle Mohammedaner zu einem heiligen Krieg wider dieZ. tz öu bewaffnen, die nunmehr den Krieg mit großer Grausamkeit führten. Gab dochder uij^nO^erst Pelissier (der spätere Herzog von Malakoff, H 202) einen Araberstamm,

Duz und Kind in einer weiten Höhle Schutz suchte, dem Erstickungstode preis. 20 . Juni 1845

den »Estern des Schreckens hatte die Wirkung, daß zuletzt Abd-el-Kader, von allen verlassen,

^ dürs^o^v sich unterwarf mit der Bedingung, in Ägypten seinen Aufenthalt nehmen 21 . Dez. 1847des die Regierung der „zivilisierten Nation" bestätigte den von dem eigenen

2 Königs eingegangenen Vertrag nicht, sondern ließ Abd-el-Kader mit feiner Familie

1841