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Viertes Buch: Von der Julirevolution bis zur Februarrevolution. 8
IN-
ON. 1852
Ota heilt
1840
und seinem Gefolge nach Frankreich bringen, wo er mehrere Jahre zu Amboise inAufsicht gehalten wurde, bis ihn Napoleon III. unter prunkenden Aufzügen nach Bimim türkischen Kleinasien entließ und ihm ein Jahrgehalt anwies.
Eine kleinliche, von dem Neid gegen England eingegebene Politik befolgte Frank«gegen Otaheiti (Tahiti), eine der Gesellschaftsinseln. Die harmlose Bevölkerung warenglische Missionare allmählich dem Christentum gewonnen und in einen gewissen KuuUzustand gebracht worden. Da kamen 1835 unter dem Schutze eines französischen Koni» 'katholische Missionare in das Land und streuten den Samen der religiösen ZwietrachtUmsonst vertrieb die Königin Pomare die Störenfriede; zwei Jahre später führten envSfranzösische Schiffe die Missionare zurück, erzwängen die Erlaubnis zum Ban kathKMKirchen und suchten die Insel unter Frankreichs Protektorat zu bringen. Trotz desspruchs der Königin wurde die französische Flagge gehißt, sie selbst wurde dann1842 Regierung verlustig erklärt. Von da an herrschten Zwietracht und Aufruhr im Lande. ^Königin, die sich auf eine andere Insel begeben hatte, und die von den englischen Mission^beeinflußten Einwohner beharrten im Widerstand gegen Frankreichs Schutzherrschaft.
§ 139. Die soziale Frage. Die blutigen Ereignisse in Lyon (H 13^eröffneten in Frankreich die schwierigste Frage des 19. Jahrhunderts, ^soziale. Die große französische Revolution hatte, nach Verwirklichung s.Grundsatzes der Freiheit und Gleichheit strebend, die politischen Fesseln, welldie früheren Geschlechter dem Niedriggebornen angelegt hatten, zersprengt undunteren, auf Erwerb durch Handarbeit angewiesenen Klassen als vollberechEden höheren Ständen zur Seite gestellt. Als die Stürme der Revolution ""übergegangen waren, als Ackerbau, Gewerbefleiß, Industrie wieder aufblühn 'da zeigten sich bald auch die Schattenseiten der Auflösung der früherenschaftlichen Bande. Die unbegrenzte Teilbarkeit der Güter und die gleiche ^berechtigung aller Kinder vermehrte den Stand der Grundbesitzer ins unendMBauernstand und schuf einen freien Bauernstand von kleinem Grundeigentum.
anfangs erfreuliche Erscheinung wurde die Quelle großen Elends. Durchmit jeder Generation sich mehrenden Teilungen wurde der Grundbesitz dermalgespalten, daß nur wenige Familien von dem Ertrag leben konnten; aus freiBauern wurden daher allmählich Taglöhner, die oft ungünstiger gestellt wasals früher die Leibeigenen, denen der durch Feudalgefetze und Pietätsverh<ünisse gebundene Gutsherr in den Zeiten der Not Hilfe gewährte, währ^.jetzt der selbständige Tagelöhner lediglich auf die eigenen Kräfte angewiesen lvund für sein Gütchen und seine Lehmhütte noch Abgaben an den Staat °leisten und zu Gemeindelasten beizutragen hatte. Die Not trieb zum Schulzmachen; siel der Bauer Wucherern in die Hände, so war er in wenigenum sein Eigentum gebracht. Noch schlimmer gestalteten sich die Zuständeiml! Arbetter Städten. Die Aufhebung aller beschränkenden Zunft- und Jnnungsverhanisse vermehrte den freien Handwerker- und Gewerbstand dergestalt, daß ^übermäßige Konkurrenz eintrat, die, verbunden mit der größeren Wohlfeu^der Fabrikerzeugnisse, den Absatz beeinträchtigte oder den Preis der Arbeit all»sehr herabdrückte und somit bewirkte, daß das Handwerk die Familie nicht w .ernährte. Die geringen Handwerker und die große Menge selbständig >gewordener Gesellen traten daher in die Dienste reicher Fabrikherr^deren Zahl mit jedem Tage sich mehrte, denn durch die VerwertungDampfes als Betriebskraft von Maschinen und zur Fortbewegung zu Mast,und zu Lande entwickelte sich Fabrikwesen und Großbetrieb gewaltig, und ,Produktion, Gewerbe, Handel und Verkehr erfolgte bald ein ungeahnter^ hschwung 366.) Der Fabrikarbeiter, der von seinem täglichen Lohn ^st-eine Familie ernähren mußte, war nicht viel mehr als der Sklave desHerrn, dem er als Staatsbürger gleichstand; kein Gesetz schützte ihn vor ,willkürlichen Entlassung; nahmen seine physischen Kräfte ab, so minderte IKapital sein Lohn. Das Kapital erlangte eine Herrschaft und eine Macht,kaum ein bevorrechteter Stand früher besessen hatte. Dazu kam, daßdas Kreditwesen der Wert des Geldes sich sehr verminderte, der Lohn des
Fabrik-
betrieb
dur
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