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Viertes Buch: Von der Julirevolution bis zur Februarrevolution.
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währleistet und die Pforte als europäische Macht anerkannt, unter derVoraussetzung, daß der Hattischerif von Gülhane ausgeführt und den christ-lichen Völkerschaften Syriens freie ReligionsüLung zugestanden wero^Guizot hielt mit der Zustimmung Frankreichs nur so lange zurück, P inötig war, um den Schein der Ehre zu retten. Aber in der Nation bustdas Gefühl hasten, daß Frankreich die Wiederaufnahme in die europäisch^Staatengefellschaft durch einen wenig ehrenvollen Rückzug erkauft habe. LormPhilipps Thron wurde nicht fester durch diesen Ausgang der orientalisch^Frage, während Rußland sich die Alleinherrschaft auf dem Schwarzen V^er,gesichert hatte und Mehemed Ali für die dauernde Schwäche der Türk0 !sorgte.
Siebentes Kapitel.
Großbritannien.
§ 148. Englands innere Verhältnisse. Auch auf England blieb dstJulirevolution nicht ohne Einwirkung. Zum Glück für das Land war de26. Juni 1830 verächtliche und verhaßte (8 116) Georg IV. gestorben, und sein beliebte1880-1837 Bruder Wilhelm IV. (der „Matrosenkönig", so genannt wegen sewtvolkstümlichen Geradheit) hatte den Thron bestiegen.
Tue ersten Wahlen seiner Regierung brachten ein Whigministerium ^1 . März 1831 dem Grafen Grey an der Spitze, und unter ihm legte Lord John Rui!
seine Parlamentsre form-Bill dem Unterhause wieder vor. Durch lsollte den „verrotteten Flecken" (H 116) das bisherige Wahlrecht entrissen, ^Parlamentswahlen den veränderten Verhältnissen entsprechend neu geordnet stdas Einkommen (der Zensus) für die Wahlberechtigung ermäßigt werden. >Reformbill stieß auf den hartnäckigsten Widerstand der Aristokratie, selbst ^Robert Peel fürchtete Gefahr für Altengland. Der Antrag wurde wiedermverworfen; das Parlament wurde darüber aufgelöst, das Ministerium gewechstst'aber die entschiedene Haltung der Opposition erzwäng nach langem Kämpfst ^
7. Juni 1832 Parlamentsreform. An Stelle von 56 verrotteten Flecken erhielten 42
nicht vertretene Städte das Wahlrecht; es wurde zu der Gesamtzahl derJahre 1820 wahlberechtigten 400 000 (auf 22 000 000 Einwohner) etwa e>halbe Million hinzugefügt. An Mitgliedern sandte England 471, (
Schottland 53, Irland 105 in das Unterhaus. Für dieses nicht der ^wohnerzahl entsprechende Verhältnis war nicht die Kopfzahl maßgebend, stu,e- die Wählbarkeit wurde von einem Zensus abhängig gemacht: 300 Pfd. St. rerJahreseinkommen für die Vertreter der Flecken und Städte (für liprAesss600 Pfd. St. für Grafschaftsvertreter (llui^lits ok tlis sliirs). Das aktive Achprecht war an eine Menge von Bedingungen geknüpft; im allgemeinen wurde I21jährige männliche Brite wahlberechtigt (guglitwä), der bis zu einerMinimalgrenze Eigentum hatte. Diese Parlamentsreform öffnete den ""lüeKlaffen den Weg in das Parlament, und der Schwerpunkt der Verfassung mstso immer mehr in das Unterhaus verlegt, sie zersetzte aber auch die bisherigParteien der Whigs und Tories; die gemäßigten Mitglieder der letzteren sog ,dem Beispiel ihres Führers Robert Peel und stellten sich offen und ehrlich ^den Boden der Reform, und statt der bisherigen Parteinamen erscheinen umehr die Bezeichnungen der Liberalen und Konservativen. .blieben die geringeren Klassen dem Parlamente fern, einmal, weil diedes Unterhauses keine Tagegelder (Diäten) erhielten, dann aber, weil bfekosten für einen Kandidaten außerordentlich hohe waren und das englische