Sechstes Kapitel: Die orientalische Frage.
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Sonder-
stellung
^ben würde, zu schmeicheln; zugleich aber hoffte er sich dadurchh . . örser Nikolaus für die ihm von demselben seit seiner Thronbesteigung Frankreichsank verächtliche Behandlung rächen zu können. Er erreichte aber nichtssich ^ daß das „herzliche Einvernehmen" mit England sich löste, England^^ößland näherte, und diese beiden Mächte nach wechselvollen, intriguen-cyen Verhandlungen auf einer Konferenz in London mit Österreich und ^uadrurel-iw/v " Quadrupelallianz zum Schutze der Türkei abschlössen:n.Juu" 8«,gab Mv der Türkei sollte erhalten und Mehemed Ali zur Zurück-
i ^tzriens gezwungen werden. Vorher hatte der Sultan die ForderungenL .Echte, vor allem Englands, nach zeitgemäßen Reformen durch den^Escherif (Kabinettsorder) von Gülhane zu befriedigen gewußt:s.Nov. i8W^urde Reform der Rechtspflege, Besteuerung, Gesetzgebung nach euro-Lxg Vorbilde versprochen, Gleichstellung aller Untertanen, Sicherheit des^ bns und Eigentums, Abschaffung der Monopole, und was dergleichen schönedie^- waren, durch die die Pforte von nun an in trügerischem Spiele»es Ennschungen der fremden Mächte in ihre verrotteten inneren An-ü ^öheiten fernzuhalten suchte. In England tat der „Theatercoup", wieatz " Reform spottend nannte, seine volle Wirkung. In Frankreich^ geriet die ganze Nation wegen der erlittenen Niederlage in eine un-^ e Aufregung, die sich jedoch mehr gegen Deutschland richtete
1841
itzi s^gen England. Doch wurde das Kriegsgeschrei der Franzosen undVnss ^ Begehren nach der Rheingrenze rasch still, als sich im deutschenäakkk' bE einmütige nationale Begeisterung regte (Z 130). In derOptischen Angelegenheit aber glaubten Louis Philipp und sein Minister^Nsrs tzbi der kriegdrohenden Haltung verharren zu müssen, in derdaß die Kriegsmacht und Widerstandskraft des Vizekönigs vonAtzten bedeutender wären, als sie sich in Wirklichkeit erwiesen. Dennbon,^"> ^ Namen der vier verbündeten Mächte die Engländer Beirutiviss' dorten und Alexandria mit einer Einschließung bedrohten, dabed'^ Mehemed Ali in die von den Mächten vorgelegten Friedens-gr?"3ungen ein, worin ihm und seinen Nachkommen Äg HP ten mit Nubienm^Hche Statthalterschaft gegen Entrichtung eines Tributs an2 ^ islorte zugesichert, dagegen die Abtretung von Syrien und Kreta und diever>^I . in der Flotte auferlegt wurde, die ihm der türkische Großadmiral'öterisch überliefert hatte.
Nun mußte auch Louis Philipp, trotz der immer lauterwerdendenlgss^ischen Kundgebungen der Franzosen, einlenken; Thiers wurde ent-sdie s' das Ministerium Soult-Guizot (ß 138) erhielt die Ausgabe,
H Arwürfnisse im Orient ohne Schädigung der Ehre und der politischene^i MEung Frankreichs beizulegen. Diese Ausgabe wurde der Regierungdes . t sowohl durch die Kammermehrheit, deren Interesse auf Erhaltungdx^ft5^dens hinwies, als durch das britische Kabinett, Österreich und dieder k " .Maaten, welche nicht wünschten, daß Frankreich aus der Reihe^der ^wittelnden Großmächte ausgestrichen, Rußlands Protektorat aberpess ^ ^Rrkei verstärkt würde. So kam denn in London der „Darda-Türtz^dertrag" zwischen den fünf europäischen Großmächten und der^ ^^idie ^.Mflande, nach welchem die Dardanellen und der Bosporus fürder q?^tz^chiffe aller Nationen geschloffen, dagegen das Rote Meer und^brsische Golf der freien Schiffahrt geöffnet werden sollten. Das^t und die Unabhängigkeit des Ottomanischen Reiches wurden ge-
Darda-
nellenvsr-
trag