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10. April19. April
28. April
21. Mai
Ungarn Re-publik14. April
Rußlands
Hilft
Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
Z 1B'
die mit erhöhter Begeisterung allenthalben zum Angriffskrieg schütte 'der aufgeregten Hauptstadt. Während Windischgrätz und JellaoMdarauf bedacht waren, Pesth vor einem Überfall zu schützen, umging ^ungarische Armee unter Damjanics und Klapka das feindliche ^und erstürmte nach einem furchtbaren Kampfe mit der österreichischen -ö ssatzung, wobei der General Götz fiel, die in strategischer Hinsicht hoHswichtige Stadt Waitzen. In raschem Zuge setzte sodann Görgei fwden beiden Generalen Damjanics und Klapka über die Gran, siegte übeden österreichischen Feldherrn Wohlgemuth bei Nagy-Sarlo und en-setzte Komorn, auf dessen Türmen die schwarze Fahne als Zeichen dverzweifelten Entschlossenheit der Besatzung zum Todeskamps aufgepsw"!war. Diese Unfälle überzeugten den Hos von Olmütz, daß WindischgEder großen Aufgabe nicht gewachsen sei. Eine kaiserliche Botschaft brachdie Abberufung des fürstlichen Feldherrn, Weiden trat an seine Stell-Aber die Hauptstadt war nicht mehr zu halten. In der Nacht ^23. April verließen die österreichischen Truppen Pesth; nur inverblieb eine österreichische Besatzung. Noch an demselben Vormittagzogen die Magyaren unter dem Jubel des Volks in die festlich 8'schmückte Stadt ein- Um Ofen enspanu sich dann ein heftiger Kampf' ^Görgei anfangs Mai mit seinen tapferen, wohlgerüsteten Truppen Hera ^kam. Der Befehlshaber. General Hentzi, ein Schweizer, traf allekehrungen zu einer hartnäckigen Verteidigung. Indes durch ein furcht-
bares, täglich wiederholtes Bombardement, durch unterirdische Minen
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durch häufige Angriffe vernichtete Görgei allmählich die Verteidigunganstalten. Es half nichts, daß Hentzi, um den Feind zum Einstellen bBelagerung zu zwingen, ganze Quartiere der jenseitigen Hauptstadtin Brand schießen ließ; als Ofen durch das unaufhörliche Feuern inglühenden Kugeln in Brand geriet, brachte ein während der Verwirrungunternommener Sturm die Festung zu Fall. Hentzi fand bei der b-ftstürmung den Heldentod, die Überlebenden gerieten in Gefangenschaft- dsösterreichischen Heere zogen sich nach Preßburg zurück, Ungarn war fts''
Im stolzen Vertrauen auf die Erfolge hatte der Reichstag '
Debreczin bereits die Unabhängigkeit Ungarns von Österreich au
gesprochen und eine provisorische Regierung unter der Leitn 8Kossuths als Gubernator bestellt. Dieser entscheidende ^ §
Begründung einer magyarischen Republik vergrößerte aber die sch°längst zwischen Kossuth und Görgei bestehende Spaltung und ir-den Geist des Zerwürfnisses in die Reihen der Ungarn, da diemäßigten von der Republik nichts wissen wollten. Görgei, von Reerfüllt über die hohe Stellung des Gubernators, folgte von da au bEingebungen seines Ehrgeizes und nahm eine von der Regierung i^mehr unabhängige Haltung an. Weder der Rang eines Oberbefehlshaber'noch die damit verbundene Würde eines Kriegsministers waren vermöge 'ihn mit Kossuth und der Landesregierung zu versöhnen: er verachteteBefehle der Regierung und handelte im Bewußtsein des überlegenen Taleeigenmächtig und rücksichtslos. . r.
§ 183. Haynau und Paskiewitsch. In ihrer Bedrängnis wensich die österreichische Regierung an Rußland um Hilfe. An demset ^Tage, wo Görgei Ofen erstürmte, war zwischen dem Kaiser von Rußlaund dem jungen Beherrscher von Österreich in einer persönlichen Besprech